Moin,

heute wird beim MeMadeMittwoch nach unseren selbst gemachten Lieblingskleidungsstücken aus dem letzten Jahr gefragt. Das passt sich gut, wollte ich doch eh was über mein N(icht-N)ähjahr 2017 schreiben.

Viel habe ich nicht genäht. Auf dem Papier hab ich zwar freitags unterrichtsfrei und der Tag ist zum Nähen reserviert. De facto aber wird dieser verfügbare Tag ganz oft von irgendwelchen Familienorgadingen gefressen. Außerdem bin ich unter der Woche abends dermaßen platt, dass ich um 9 ins Bett falle und nicht noch eine Nährunde einlege.

Wenn meine Nähbuchhaltung stimmt, dann habe ich in den letzten 12 Monaten 21 Teile zu Ende genäht und 6 Ufos produziert.

Unter den 21 beendeten Teilen sind 1 selbst entworfenen kurze Jacke und ein Kurzmantel. Beide zusammen sorgten 2017 dafür, dass ich noch immer fast täglich ein selbstgenähtes Kleidungsstück trage. Überkleidung (heißt das überhaupt so?) rulez! Ja, etwas mehr Arbeit machen Mäntel und Co schon, aber dafür ist die Tragefrequenz dann auch enorm.

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Diese beiden Teile sind definitv unter meinen Lieblingen. Nicht nur, weil mir an beiden das Material so sehr gefällt, sondern auch und vor allem, weil mir beide Kleidungsstücke ein besonderes Gefühl geben. Mein Alpaca-Sapporo-Coat ist eine geniale Mischung aus tragbarer Bettdecke und Hingucker (besonders seit ich meine Frida Kahlo Brosche dazu trage). Die Kurzjacke weckt immer noch 1001 Nacht Assoziationen bei mir und macht meinen Tag gleich ein bißchen magisch. (Auch wenn sie bei Regen etwas nach nassem Schaf zu riechen beginnt. Wolle halt.)

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Ganz unerwartet ist der Talvikki-Pulli auch ein viel getragener Liebling geworden. Anfangs hab ich noch mit der Länge und der Form gefremdelt, dann hatte ich einige Kombi-Probleme, als die im März neu gekauften Hosen doch wieder zu eng wurden. Allerdings hat der Pulli seit August einen Rock aus gleichem Material als Partner und dieses Deux Pièces ist die unterrichtstaugliche Variante der Jogginghose. Komfort war unbeabsichtigt und unbewußt wohl meine Nähmaxime im letzten Jahr.

Und dann natürlich die Culottes! Erst die aus kuscheligem Wollstoff und dann eine aus sehr coolem Jeans-Leinen-Mix. Und wieder: Sie sind saubequem und sie machen mir Lust auf Abenteuer.

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Und zu guter Letzt: Das samtene Kimono-Kleid! Ach, ach, ach!

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Ja, es ist aus Poly, aber das ist ausnahmsweise gar nicht schlimm. Es knistert nicht und macht auch nix Doofes mit meinen Haaren. Dafür kann es auch ganz unten im Wäscheberg gelegen haben und ist trotzdem nicht knitterig. Auch nicht nach einem ganzen Tag im Auto. Ich habe kein anderes so “schickes” Kleid, das so unkompliziert und …. genau …. bequem ist. Es stretcht nämlich und passte sich das ganze Jahr über dem ziemlich schwankenden Taillenumfang wunderbarst an. Außerdem ist es ganz großes Kino, aber das wißt Ihr ja schon. Da ich natürlich wieder KEIN Weihnachtskleid genäht habe, musste es auch an Heiligabend herhalten und ich hatte nicht das Gefühl, nicht gut angezogen gewesen zu sein und konnte trotzdem auf der Couch fläzen. Perfekt also und deshalb wird es auch so geliebt.