Summer Style. Teil 3. Wunschkonzert

Nach dem eher kopfigen Realitätscheck im letzten Teil, lasse ich die Phantasie heute wieder von der Leine.

1. Schritt: Ein Pinterest board anlegen (alle anderen Techniken zum Sammeln von Ideen funktionieren natürlich auch) und alles an Sommerkleidern sammeln, was gefällt. Das ist einfach und macht viel Spaß.

2. Schritt: Aussortieren. Und zwar rigoros. Nur das auf dem Board lassen, was wirklich das Herz höher schlagen läßt. – Jo, das ist schon nicht mehr ganz so einfach.

3. Schritt: Die Bilder, bzw. outfits aussuchen, die in entscheidender Weise, die im ersten Teil gefundene Stimmung wiedergeben. Hier sind meine:

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Herrenhemd und Rock aus Waxprint-Stoff

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Hemd plus gemustertem Bleistiftrock

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Streifen und Blumen, Bleistift und Shirt

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Streifen und anderes Muster; Shirt und weiter Rock

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farbiges Top und bunter, weiter Rock

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Hemd und weiter Waxprint-Rock; Hut

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3/4 Hose mit kleinem Muster, dazu kurze Jacke

schmaledreiviertelhose

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Etuikleid und Hut

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Etuikleid mit zartem Blumenmuster

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Statement-Blumenkleid; schmales Oberteil, weiter Rock

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Streifen und Blumen, diesmal Bluse und Kleid

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Jerseykleid mit Streifen

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Schlichtes outfit mit großer Kette.

4. Schritt: Die outfits aufdröseln in einzelne Elemente.

Formen:

Bleistiftrock (vielleicht mal mit hoher Taille?)
kurzer, weiter Rock
langer, weiter Rock

Herrenhemd
Shirt mit 3/4 Arm und Bateau
farbiges Top mit rundem Ausschnitt
Kurzarmbluse

schmale 3/4 Hose

Etuikleid mit 3/4 Ärmel

Kleid mit schmalem Oberteil udn weitschwingendem, kurzen Rock

Muster:

Streifen
Punkte
große Blumen
wax-prints

Materialien:

wax-prints (Röcke)
Chambrey (Hemden)
Baumwollsatin (Etuikleid)
Jersey (Shirts und Kleid)
Jacquard (Hose)
fließende Blumenstoffe (weiter, langer Rock)
festerer Blumenstoff (Hemdblusenkleid)

 

Accessoires:

kleiner Strohhut, kleinere Krempe als beim Fedora
Statementketten
breite Armreifen
Tücher
Eishörnchen

Farben:

summer

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So. Noch jemand Hunger auf Sommer? In was für outfits seht Ihr Euch diesen Sommer?

Nächste Woche geht’s auf die Suche: Welche existierenden Kleidungsstücke passen ins Konzept? Welche passenden Stoffe und Schnitte sind vorhanden.

 

 

 

Summer Style. Teil 2. Realitätscheck

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Realitätscheck!

War klar, daß der kommen mußte, oder?

Doch bevor frau anfängt, entzückende Flatterkleidchen zu nähen, und sie dann an genau zwei heißen Samstagen und vier Urlaubstagen trägt, macht es wohl Sinn, die Nähzeit da zu konzentrieren, wo sie uns tagtäglich am meisten nützt.

Also stellte ich mir folgende 3 Fragen:

Was will ich in den nächsten Monaten tun?

Was werde ich aller Voraussicht nach tun?

Was muß ich tun?

Ich fange mal mit dem MUSS an, damit es abgearbeitet ist.

Ich werde einen Großteil des Frühjahr und Sommers mit Arbeiten verbringen.
In meinem Fall heißt das, entspannte Bürokleidung an den meisten Tagen. Am besten solche, die auch längere Autofahrten ganz ordentlich übersteht. Dann kommt die heiße Phase eines Theaterprojekts auf mich zu, mit ziemlich viel hands-on und Kulissen schleppen und so: also Klamotten, die nicht zu empfindlich sind und sich gut waschen lassen. Was Nettes, Neues für die Premiere wäre schön, ließe sich aber auch aus dem Kleiderschrank bewältigen.

Ich werde auch nicht um Hausarbeit drum rum kommen. Wir haben noch einige Renovierungsarbeiten vor uns und wer eigenes Gemüse essen will, muß nun mal im Garten krohsen. Daraus ergibt sich erst Recht die Anforderung an meine Sommerkleidung, gut waschbar zu sein. Was bedeutet, daß die Stoffe in der Mehrheit robust sein sollten.

Ich werde- aller Voraussicht nach -

auf eine Konfirmation gehen
diverse Wochenenden unterwegs sein, um die Familie zu besuchen
mehrere Geburtstag feiern
Urlaub machen, wenn auch erstmal nur in Balkonien (keine Sorge, die große Reise kommt dann im September, aber nach Schottland wird vermutlich schon Herbstliches gefragt sein).

Für die Klamotten heißt das: ein paar Hingucker dürfen und sollen dabei sein. Aber in einem ausgewogenen Verhältnis zu den Basics. Ich schaffe es immer, für drei Tage die Reisetasche voll zu packen und vor Ort trotzdem das Gefühl zu haben: NIX ZUM ANZIEHEN! Anlaßklamotten habe ich mindestens zwei im Schrank. Es wäre sehr viel sinnvoller, in schöne Alltagsstücke zu investieren.

Ich will

so viel draußen sein, wie ich nur kann: paddeln, picknicken, grillen, einfach im Schatten dösen, schwimmen, feiern, faulenzen
verreisen
ausgehen
Abenteuer erleben.

Dafür hätte ich gerne Kleidung, in der ich mich gut bewegen kann: also eher weite Röcke und Hosen. Neue Bleistiftröcke sollten also mindestens aus stretchigem Stoff sein.
Für meinen Sport Nummer eins gibt’s praktisch nur öde Funktionsklamotten in meinem Schrank, was im Boot zwar sehr praktisch ist, beim Pausenbier aber eher nicht stylish. Da will ich schon seit Jahren was dran tun. Also: wenigstens zwei (Jersey?) Oberteile, die die ich-trockne-Schnell-Hosen stadtfein machen. Ich bin auch eher nicht der Typ, der sich dreimal am Tag umzieht. Also ziele ich immer auf Kleidung, die in vielen Situationen tragbar ist und sich mit einem Schuhwechsel und einer Kette schnell ausgehfertig machen läßt.

Grundsätzlich habe ich eine sehr geringe Toleranz was unangenehme Stoff angeht: was kneift, kratzt oder elektrisiert, kommt schlicht nicht mehr in den Schrank. Ende.
Außerdem verbleibt Kleidung, die nur mit der Hand zu waschen ist oder gar in die Reinigung muß, nach dem ersten Tragen forever im Wäschekorb. Also wird auch so was nicht mehr angeschafft.
Im Gegenzug bin ich aber sehr loyal, was bewährte Stücke angeht: die verbleiben eigentlich im aktiven Gebrauch, bis sie verschlissen sind. Das spricht gegen besonders trendige Schnitte und Stoffe und für Qualität vor Quantität.

Ganz grundsätzlich würde ich gerne im Laufe des Sommers an einen Punkt kommen, an dem ich den Schrank nicht mit gefurchter Braue öffne, sondern mit einem vorfreudigen Lächeln.

Das sind also meine Parameter für die zu nähenden Stücke.

Was ergibt der Realitätscheck bei Euch? Was wollt Ihr im Sommer tun? Was tut Ihr gewöhnlich jeden Sommer? Was müßt Ihr tun? Und welche Anforderungen ergeben sich damit an die auszusuchenden Schnitte und Stoffe?

Teil 1 der Summer Style Serie findet sich hier.

NFL2 – VERWANDLUNG – Entwürfe

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Guten Morgen! Alle ausgeschlafen? Fein! Dann man los.

Heute soll es also schon um die ersten Entwürfe gehen. Dio mio. Warum ist immer so schnell der erste Monat rum?

Ich sag’s gleich vorweg: ich habe, was das geplante Kleid angeht, immer noch keinen Entwurf, der mir so richtig gut gefällt. Das hat ganz sicher was damit zu tun, daß ich Drapierungen nicht vernünftig zeichnen kann, mich gleichzeitig aber auch noch nicht aufraffen konnte, was an der Puppe zu machen. Sei’s drum. Hier meine Entwürfe.

Die Fliegerjacke:

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Die neuen Marker scannen sich leider nicht wirklich farbgetreu. Duh! Die Unterarme jenseits der schwarzen Paspel sind in violettem Satin gedacht. Den hab ich noch. Kragen und Bündchen hingegen sind schlicht grau. Wirklich gerade so eben taillenlang. Und den Kragen hätte ich vermutlich fast lieber noch etwas größer. Dicker Metallzipper. Und der dicke schwarze Querstrich auf der linken Seite soll eine Reißverschlußtasche sein.

Definitiv mein Favorit.

Die längere Jacke:

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Diesmal ist der schwarz-weiß melierte Stoff das Hauptmaterial. Schultern und Manschetten sind aus grauem Stoff. Der violette Stoff soll dann wieder der Satin sein.

Ist so: Naja. Und die Länge haut mich nicht so richtig um.

Die Kleider:

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Bei diesem Kleid sollen die ausgefallenen Abnäher am Hals der Star sein und die unten eingearbeiteten zackenartigen Stoffspielereien. Vernünftig, tragbar. Meilenweit weg von dem, was mir eigentlich vorschwebt.

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Hier geht’s schon los mit dem nicht zeichnen können. Der Clou hier ist der Ärmel, der ab Mitte Oberarm geschlitzt ist. Vorbild ist dieser hier:

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Und: Der Stoff ist entlang der Mittelachse gerafft – statt Abnähern. Der Ausschnitt erinnert schon ein bißchen sehr an das Galaxy Dress, was ich ja schon gerne anziehe. Der karierte Stoff haut mich da nun nicht um, da wäre wohl eher der melierte angesagt.

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Mein momentaner Favorit. Aber überhaupt kein eigener Designanteil, bis jetzt. Totaler rip-off des blauen Kleids aus dem letzten NFL-post. Ich befürchte bloß, das weder der graukarierte, noch der schwarz-melierte Stoff so eine feine Drapierung mitmachen. Auch nicht schräg zugeschnitten.

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Das ist auch nix Neues. Ich hab’s glaub ich als Donna Karan Design irgendwo gesehen. Aber: ich finde das Drapierte an mir nicht übel. Allerdings wollte ich ja irgendwie 30er Jahre Flair. Und das hat es nun gar nicht.

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Das ist so 30er wie ich es gerade hinkriege. Die oben schon mal gezeigten Ärmel, schräger Fadenlauf, ein leicht drapierter Kragen. Der Hingucker wäre dann hier die Rückenansicht:

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So, over to you: Welcher Entwurf überrascht Euch am meisten? Welcher paßt am ehesten zu mir? Welche Kombination ist Euer Favorit?

Und dann natürlich: WIE SEHEN EURE ENTWÜRFE AUS?

 

Me Made Mittwoch: Das Nach-Weihnachten-ist-vor-Weihnachten-Kleid

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Was bitte ist draußen los? Jaa, ich hab den ganzen Winter über gesagt: Besser kalt und sonnig, als kalt und trüb. Aber hallo? Es ist Frühling! Wir hatten im Vorfrühling schon 20 Grad. Und jetzt morgens kratzen? Wieder drei Lagen übereinander ziehen? What the hell ist going on?

Ich lasse mich aber nicht entmutigen, zeihe mein kürzestes Kleid an und hülle mich darüber in weitere Lagen.

Dies ist das bis jetzt nicht verbloggte Weihnachtskleid, das natürlich nicht zu Weihnachten fertig wurde. Auch nicht zum Theaterbesuch am 27.12. und erst recht nicht zu Silvester. Aber: Ich war total OM dabei. Echt jetzt. Nicht lachen.

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Warum ich aber meinte, es nicht zur anNÄHerung tragen zu können – Spitze ist doch nur was für hohe Feiertage und so – kann ich beim besten Willen nicht mehr erklären.

Zwischenzeitlich habe ich es schon zum Interkulturellen Frauenfrühstück anläßlich des Weltfrauentags getragen, zu einer Geburtstagsparty und etliche Male ins Büro. Mit meiner Lieblingsstrickjacke drüber, denn in unseren Altbauräumen wird’s nie so richtig warm.

Im Gegensatz zum Rock von letzter Woche, ist dieses Stöffchen (der Viscose-Crèpe vom Roten Faden) extrem bürotauglich. Da knittert nämlich nix. Weshalb ich den Stoff mittlerweile auch in drei anderen Farben bevorrate. ;-)

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Der Schnitt ist im Original ein schlichtes 60s Kleid. Ich habe ihn hier relativ originalgetreu verarbeitet und hier und hier gibt’s schon riffs davon. Nun also mal in kurz. Ich meine ja immer, meine Knubbelkniee verstecken zu müssen, aber bei meiner Größe / Kleine, ist ja italienische Länge nicht das schlechteste, no? Also teste ich mal kürzere Rocklängen an. Wird ja bald Sommer … bibber.

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Welche Längen und Lagen anderswo in der Republik heute bevorzugt werden, lest und sehr Ihr wie immer mittwochs hier.