NIX FÜR LEMMINGE – MUSTER_MIX – Resumée (und Photos)

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So, fertisch. Eeeeendlich!

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Das Oberteil ist eine Abwandlung des Fliegerjackenschnitts. Ich habe aus den Wiener Nähten einen großen Taillenabnäher gemacht und ordentlich Länge zugegeben. Nachdem Lucia neulich auf Twitter sagte, daß sie sogar beim rückwärtigen Reißverschluß oben erst mal ein Stück zunäht, bevor sie den ihn einsetzt, habe ich das auch so gemacht. Nachdem ich am Rücken mehrmals Weite weggenommen habe, wodurch sich das Karo so dumm verschoben hat. Mäh. Reißverschluß schön, Musteranschluß: nicht schön. Weiterer Vorteil: Ich mußte den Kragen hinten nicht teilen.

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Apropos Kragen: Ich habe nach den Abnähern gleich die Schulternähte genäht und dann den Kragen eingesetzt, ehe die Seiten geschlossen waren. Was eine Erleichterung im Handling. Traue ich mich sonst aber auch nicht, wenn ich mir nicht sicher bin, ob das Ganze überhaupt paßt. Weil die Schneiderin im Nähkurs gesagt hat: erst Paßform, dann Kragen. Wie haltet Ihr das?

Bei den Ärmeln habe ich auf einen Vintageschnitt zurückgegriffen und den Ärmel verkürzt. In mein Armloch paßte der überraschend gut. Besser als der Ärmel von meinem Deer&Doe-Mantel, den ich für die Fliegerjacke adaptiert hatte. Insgesamt taugt das Oberteil, glaub ich, noch zu einigen weiteren Variationen, eine liegt schon zugeschnitten hier.

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Für den Rock habe ich mein Schnittmuster von Vogue 1084 zerschnitten. Im Vergleich zu hinten hat der Rock vorne weniger Weite, zudem ich nach der ersten Anprobe mal locker 15 cm in der Mitte an Weite weggenommen habe, weil sich da eine komplett merkwürdige Falte bildete. Da hätte ich auch nicht vorher sooo viel Stoff zerstückeln müssen, um eine schönen Musterverteilung hinzukriegen. Von der sieht man ja nu nix mehr.

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Das Top sitzt jetzt ein bißchen zu locker wenn ich es mit dem Rock kombiniere, finde ich. Aber bei dem Wetter diese Woche konnte ich mich echt nicht mit einem anliegenden, nichtstretchigen Oberteil anfreunden. Vielleicht bessere ich da noch mal nach.

Dann bewerten wir das Ganze mal.

Ich habe letztlich erst letzten Montag angefangen zu nähen. Nachdem ich Sonntag beim Nähkränzchen einen neuen Schnitt drapiert habe, den ich mir dann für keinen meiner beiden Stoffe vorstelln konnte, als ich zuhause war. Insgesamt habe ich mich – Arbeitsbelastung hin, Arbeitsbelastung her – dieses Mal unglaublich schwer getan. Ich habe ganz viele schöne Entwürfe, aber nicht einer davon wollte mit meinen gekauften Stoffen zusammen gehen.

Mir schwebte eigentlich was Stella Jean Freches vor. Das ist es jetzt nicht geworden. Ich hoffe, es sieht auch nicht aus wie weiße Frau mit Afrika-Wahn. Beide Teile zusammen sind mir fast ein bißchen too much. Einzeln, mit anderen Kombipartnern sehe ich sie eher – und das war ja nicht wirklich Aufgabe. Mittlerweile habe ich hier einen definitiv nicht afrikanisch inspirierte Stoffkombi liegen, aus der ich wohl die letzten vier Sommerteile nähen werde. Zweiter Versuch also.

Was mich beim Nähen der Bluse unglaublich viel Zeit gekostet hat? Bei jedem Schritt wieder eine Entscheidung fällen zu müssen. Wie jetzt der Kragen? Wie jetzt der Ärmel?  - Beim NFL1 Kleid hatte ich alle diese Entscheidungen beim Nähen des Probeteils getroffen und konnte mich dann ganz und gar aufs Nähen konzentrieren. Dieses Hin- und Herspringen zwischen Ausdenken und Machen hat mich diesmal unglaublich angenervt. Beim NFL4 also definitiv wieder Probeteile.

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Und konsequenter konstant arbeiten. Denn dieses immer gegen die Uhr rennen nervt mich nachhaltig. Zumal mir das nicht nur bei NIX FÜR LEMMINGE so geht, sondern sich durch mein Leben zieht.

Ich bin mit meinem Ergebnis nicht unzufrieden, muß aber mit Hinblick auf die Herausforderung sagen, daß ich sie für mich nicht als zufriedenstellend gelöst empfinde. Aber der Sohn meinte gerade, ich sähe aus, wie Aschenputtel, wenn die Fee ihr das Kleid geschenkt hat. ….

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NIX FÜR LEMMINGE – MUSTER_MIX – B-PREMIERE!

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Moin! Alle wach? Ich noch nicht so richtig. Ich habe nämlich gestern Abend  lange genäht. Und den Abend davor. Und den Abend davor … Und ich werde heute wohl auch noch brauchen. Denn:

an meinem Rock fehlen noch Bund und Saum

und

an meinem Oberteil fehlt noch der Kragen und die Ärmel.

Genau, abweichend von den diversen Entwürfen, die ich so gezeigt habe, habe ich mich für Rock und Top entschieden. Ich war nämlich schlau genug, noch mal mein Summer Style mood-board zu konsultieren. Ich hatte schon im Frühjahr einen weiten bunten Rock gewollt. Den habe ich jetzt. Das Herrenhemd dazu wird es allerdings nicht werden. Stand: 11 UHr morgens:

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Top

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Rock, vorne

MUSTER_MIX_rockhinten

 

Rock, hinten

Aaaalso: Noch einiges an Arbeit. Ich hoffe, daß es jetzt gleich richtig anfängt zu regnen, auf das es sich so weit abkühlt, das man wieder denken kann.

Ich gebe hiermit weiter an Euch! Also: Her mit Euren fertigen MUSTER_MIXEN. Ich bin ja sooo gespannt.

40s Tea Dress – oder was davon übrig blieb

Aus der Rubrik: Was lange währt, dauert lange …

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Als ich bei der anNÄHerung mit meinem Mantel nicht weiterkam – auf Grund eines zuhause vergessenen Ärmelteils – schnitt ich fröhlich Sew Over Its 40s Tea Dress zu. Da hatte Tina ihre Version schon entnervt unter den Tisch geschmissen. Auch ich hatte dann mit dem Oberteil zu kämpfen. Zwar rettete Mema durch geschicktes Abstecken Einiges, zwar waren Susi und Bele bei einem späteren Nähkränzchen der Meinung, ich könne das so anziehen, allein Begeisterung wollte nicht aufkommen.

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Das Oberteil saß nicht gut und betonte auch nicht das, was ich zu betonen gedachte. Mal ganz ab von dem Rotton, der leider viel zu gelbstichig für mich ist – wenngleich man das auf den Photos nicht vermuten würde. In Kürze: Ich hatte ein Teil für die Tonne.

Dumm daran? Es war aus meinem absoluten Lieblingsstoff: dem Viskose-Crèpe vom Roten Faden. Hier schon mal verarbeitet und dann auch oft getragen. Ich schlich also immer mal wieder um diese Leiche herum, weil’s mir um den Stoff zu schade war.

Schließlich schnappte ich mir das Ding, trennte das störende Oberteil ab, verpaßte dem Rockteil einen Reißverschluß, einen Bund und zwei Nahttaschen … und wohne seitdem in diesem Rock. Wenn ich nicht Version 2 anhabe.

Mein Rat also an alle, die mit ihrem Tea Dress hadern: Vergeßt das Oberteil. Das ist ein super Rockschnitt für weich fallenden Stoff. Ein stadtfeiner, bürotauglicher Wohnrock. Ich plane noch mindestens zwei weitere Ausführungen.

Und Ihr so? Welche TfT haben Euch in letzter Zeit verblüfft?

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Der tatsächliche Star dieser Outfits sind natürlich die Schuhe. Wer zu viel Dolly Clackett liest, kommt an ihnen nicht vorbei: das sind Schuhe von Irregular Choice und Susi hat gesagt, ich soll sie behalten. ;-) Recht hat sie. Ich muß ja nicht bei jedem Besuch mit auf den Danz-Turm steigen.

NIX FÜR LEMMINGE – Vierte Herausforderung

nixfürlemmingegross

 

Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Schwarz wie Ebenholz ….

 

Nein, Farbe ist nicht das zentrale Thema dieser Herausforderung – gleichwohl wird sie eine wesentliche Rolle spielen.

 

fairy tale castle

Die vierte Herausforderung führt uns in die wunderbare, wundersame, undurchschaubare Welt der   Märchen.

Hier ist alles zugleich scharf umrissen und diffus. Den Wölfen ist zu trauen, aber man sagt ihnen doch besser nicht, wohin man geht.

Die Aufgabe ist dieses Mal, ein alltagstaugliches Outfit zu entwerfen und zu produzieren, das entweder ein Gefühl oder aber eine Stimmung / eine Athmosphäre wiedergibt.

Keine Disneyprinzessinnen also, sondern Klamotten, die eine Geschichte erzählen.

Und Märchen soll bitte nicht im streng literaturwissenschaftlichen Sinne verstanden werden, sondern als Welt in der Seltsam-Phantastisches mitten im Alltag wohnt. Die Inspiration darf also nicht nur bei Grimm, Perrault oder Andersen gefunden werden, sondern auch in Sleepy Hollow oder Pans Labyrinth sowie auf der Straße.

 

snowwhite

 

ZEITPLAN:

02.08.2014 – Moodboard – In dieser Welt bewege ich mich; diese Figur(en) sprechen mich an; das ist die Stimmung oder das Gefühl, dem ich nachstelle

23.08.2014 – Entwurf – Das soll’s wohl werden / Kommt der Eindruck rüber?

13.09.2014 – Technische Umsetzung: Wie nähe ich das?

30.09.2014 – Finale!

 

Wer jetzt Redebedarf hat: Nur zu. Fragen werden wie immer gerne in den Kommentaren entgegen genommen und wo möglich beantwortet. Ich verspreche aber schon mal für die nächsten Tage einen Beitrag zum Thema Wie fange ich so einen Konzeptentwurf an? Okeydokey? – Zu doof, daß ich erstmal #nfl3 fertig machen muß. Mein Kopf ist gerade schon anderswo.