Spring Style-Along 2015: Get a style code!

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Einen wunderschönen guten Morgen!

Passend zu den ersten richtig warmen Tagen geht es heute endlich los! Unser erster Spring Style-Along, ever. TUSCH!

Marja & ich freuen uns riesig, daß Ihr dabei seid. Wir hoffen auf viel Spaß, gegenseitige Inspiration und regen Austausch.

Okay: Let’s get stylin’!

Was ist heute die Aufgabe?

Ziel des heutigen Treffens ist es, sich darüber klar zu werden, was Ihr mit Eurem Style-Along erreichen wollt. Ist es das komplette Hochzeitsgast-Outfit? Inklusive Kleid, Schuhe, Tasche, Schmuck und dem Blazer, der das Kleid bürotauglich machen kann? Wollt Ihr endlich mal die 3 gehüteten Stoffschätze in Tragbares verwandeln? Soll es die Urlaubsgarderobe werden? Oder müßt Ihr eigentlich nur 3 Ufos fertig machen und alle Klamottenprobleme sind endgültig gelöst?

Was ist Eure Absicht?

Am Ende des Style-Alongs soll ja ein wie auch immer geartetes Ensemble von Teilen stehen, die sich gut kombinieren lassen. Was könnte der verbindende Faktor sein? Was ist die verbindende Inspiration hinter den Teilen, die Ihr nähen, stricken, löten, knoten, aussuchen wollt?

Eine Farbe? Stoffe? Ein bestimmter Stil? Ein Musikstück? Welche “Vision” soll eure Auswahl bestimmen?

Mein Style Code für den Style-Along ist französischer Chic. Ich fahre im Mai und im Spätsommer nach Frankreich. Wann immer ich dahin fahre, überkommt mich vorher das Gefühl, nichts, aber auch gar nichts zum Anziehen zu haben, was nicht nach “touriste” aussieht. Das möchte ich gerne ändern.

Meine Vision ist ein Set von raffinierten Basics, die sich unangestrengt und trotzdem sehr angezogen unter einander kombinieren lassen. Allerdings werde ich vom eher neutralen Farbspektrum des French Chics ein wenig abweichen. Ich halte nun mal Stahlblau und Fuchsia für neutrale Farben.

Wenn Ihr eine Vorstellung von dem habt, was Ihr erreichen wollt und wie das aussehen soll, dann versucht herauszufiltern, was die zentralen Elemente Eures beabsichtigten Styles sind. Sind es Kleidungsstücke / Asseccoires, die Ihr schon habt? Sind es große Nähvorhaben? Welches sind dementsprechend die kleineren Teile, die Euren Style abrunden oder gar erst ausmachen?

Trench und andere Essentials

Bleistiftrock und lässige Bluse

Bleistiftrock und lässige Bluse

Verspieltes Kleid und Lederjacke

Streifenshirt

Verspieltes Kleid

Coole Kleider, Lederjacke, Boots

 

Ich habe mich für die etwas rockigere Variante des French Chics entschieden. Insofern wird eins meiner zentralen Elemente eine Lederjacke sein und kein Blazer oder eine Kastenjacke.

Ich hätte auch gerne noch einen Trenchcoat, aber bei meinem Nähtempo bekomme ich den im Style-Along wohl nicht fertig.

Die schmalen Hosen, die aus meiner Sicht mit dazu gehören, habe ich schon im Schrank. Yeah! Ebenso einige Shirts, leichte Pullis und 2 Strickjacken, die dazu passen.

Auf die to-sew-Liste kommen desweiteren eine lässige Seidenbluse, ein Streifenshirt und ein kurzer Bleistiftrock.

Im weiteren Verlauf des Sommers würde ich gerne noch eine Seidenbluse nähen und zwei Kleider. Ein verspieltes und ein sehr erwachsenes.

Trotz Sattlernähmaschine im Keller meines Schwiegervaters kann ich meine Schuhe (noch) nicht selbst machen, weshalb ich ein Paar Schnürschuhe oder Chelsea Boots und ein paar schöne Sandalen wohl kaufen werde.

Und damit seid Ihr dran! Was ist Euer Spring Style Code? Was habt Ihr vor? Wo können wir mit feed-back unterstützen?

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Nächste Woche sehen wir uns bei Marja und das hier ist der große Plan:

19.04. – Marja: Style code, check!

Ich habe mich auf ein Thema festgelegt und suche nun aus, was ich nähen könnte. Im Kleiderschrank habe ich schicke Klamottkis gefunden, die ich ergänzen möchte. In dieser kleinen Boutique habe ich ein tolles Kleid gesehen – meine Top-Inspirationsquelle! Ich habe alle Pläne verworfen und schaue doch noch mal bei den anderen.

26.04. – Alex: On the verge of sewing

Der Zuschnitt ist gemacht, bald kann es losgehen. Ich habe schon eine kleine Garderobe aus geliebten Stücken zusammengestellt. Die ersten Stücke sind gefunden, jetzt schnell das Hauptthema!

3.05. – Marja: It’s all about glitter – die Accessoires!

Eine Elster hat immer einen passenden Ring parat – mein Schmuck zum Outfit. Nach dem Zuschnitt kann ich noch eine Stola aus den Resten nähen. Während ich die ersten einfachen Nähte gemacht habe, überlege ich, was ich Passendes kombinieren könnte. Sie stand lange bei Muttern – aber diese Tasche passt perfekt zu meinem Spring Style!

10.05. – Alex: Being on the needle I

Das Nähen geht in die intensive Phase. Ich habe schon zwei Kleider genäht, jetzt kommen noch die Shorts und Oberteile. Ich stehe vor einem technischen Problem und brauche Hilfe!

17.05. – Marja: Being on the needle II

Ich nähere mich dem Ende des Nähens. Wo brauche ich Hilfe? Wem kann ich helfen? Kurze Rekapitulation: Was habe ich bisher geschafft und was möchte ich noch schaffen?

24.05. – Alex: Being on the needle III

Nur noch die Biesen, ich brauche nur noch die Biesen! Es ist nur ein kleines Detail, aber ich will es perfekt! Nach zwei Röcken und fünf Oberteilen geht mir langsam die Puste aus. Mit Nähen bin ich durch – nun widme ich mich noch kleineren Projekten.

7.06. – Marja: Finale

Fertig! Yeah! Präsentation und Sektempfang!

 

 

Dressmakers’ Ball – So war’s!

Hach.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Der Ball hat mir ja schon einige schlaflose Nächte bereitet. Die letzte davon würde ich jeder Zeit wiederholen. Und wenn ich mal das Steh- bzw. Sitzvermögen der meisten Gäste als Maß nehme – um halb vier hab ich das letzte Dutzend rausgeschmissen – dann ging es denen ähnlich.

Jedes Fest ist überhaupt nur so toll, wie seine Gäste und die Gäste des Dressmakers’ Ball waren ganz besondere. Ich war noch während meiner eigentlich sorgsam ausgearbeiteten Eröffnungsansprache (ähem, das üben wir noch mal), total geflashed von der unglaublichen Vielfalt der Kleider und Outfits. Die Damen alle in selbstgemachter Robe – so viele, so unterschiedliche Interpretationen von Glamour und alle auf ihre je eigene Art bezaubernd. Einfach wundervoll! Die Herren waren aber nicht weniger individuell: vom klassischem Smoking über Kilt bis zum selbstgenähten hellen Anzug mit Jacquard-Weste alles dabei.

Ganz großes Kino.

Ein bißchen war es wie auf meiner Hochzeit: vieles ist an diesem Abend an mir vorbei gerauscht und ich bin froh um die Fotos (Danke, Philip! Danke, Carsten!), denn die haben mich gestern und heute noch Vieles im Nachhinein erleben lassen. Es liegt in der Natur der Sache, daß so ein Fest vergänglich ist, aber ich hatte immer wieder im Laufe des Abends das Gefühl, den Augenblick festhalten zu wollen.

Es war toll, wieder mal Menschen tatsächlich kennen zu lernen, die man bis dahin nur vom Blog- oder Kommentarelesen kannte. Und wie schon bei der anNÄHerung stellte ich fest, daß der Blogeindruck nicht trügt, der Mensch in Realität aber immer noch spannender ist.

Vielleicht ist die Gastgeberinnen-Perspektive auch nicht die richtige, um den Abend zu beschreiben, denn frau ist  in so einem gespaltenen Bewußtsein: immer mit einem Auge dabei zu schauen, ob auch alles läuft. So richtig eintauchen konnte ich nur in einigen Momenten. Je später der Abend, desto entspannter die Gastgeberin, würde ich sagen.

Aber es lief alles. Ist jedenfalls mein Eindruck gewesen. Die Gäste waren am Anfang ähnlich aufgeregt wie ich. Trotzdem fremdelte niemand lange. Ein bißchen mehr hätte getanzt werden können, aber dazu waren die Gespräche zu spannend.

Das Stoffstreicheln auch. Die böse, böse Nähszene hatte ihre Schatzkammern weit geöffnet und so Schätzchen dabei wie Triple Organza, Glasspitze, Seidenprints … noch mal hach … Mit Frauen, die man nur über ihren blog kannte, vor einem Berg  Stoffe stehen und aus dem Stand Kleiderideen spinnen … es gibt fast nichts Besseres.

Auch der ausgestellten Bernina-Fuhrpark ließ die NähNerd-Herzen höher schlagen. Und die Beratung war ausführlich. Der Fotograf der Lokalzeitung fragte angesichts der “Hochleistungsnäh- und Stickcomputer”( ich darf das so sagen, oder?) leicht verunsichert: “Und das sind Nähmaschinen?”. Äh, ja!

Danke Bernina! Danke Nähszene! Ohne Ihre Unterstützung wäre mir der Ball sehr teuer gekommen.

Danke auch an Jenny, Laura und Ella, die mich beim Dekorieren und an der Abendkasse tatkräftig unterstützt haben! Das hat meinen Tag um Einiges leichter gemacht.

Aber jetzt genug Worte, ich weiß, Ihr wollt Bilder sehen.

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Ruhe vor dem "Sturm!"

Ruhe vor dem “Sturm!”

 

Die ersten Gäste sind da!

Die ersten Gäste sind da!

 

Stoffzwillinge!

Stoffzwillinge!

 

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BERNINA Präsentation

BERNINA Präsentation

 

BERNINA - Vorstellung der Maschinen

BERNINA – Vorstellung der Maschine

 

BERNINA 580 bei der Arbeit

BERNINA 580 bei der Arbeit

 

Stoffauswahl der Nähszene

Stoffauswahl der Nähszene

 

Seide von der Nähszene

Seide von der Nähszene

 

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BERNINA 580 - fast fertig mit der Arbeit!

BERNINA 580 – fast fertig mit der Arbeit!

(Photos: mehrheitlich Philip Bechtle; ergänzend: Carsten Blind)

(Aside: Mehr Berninas bei der Arbeit findet Ihr auf dem BERNINA-blog.)

Wie Ihr seht: Ein sehr schöner, sehr besonderer Abend.

Wer bei einer Wiederholung dabei sein möchte, schreibt mir bitte eine email an: dressmakersball@gmail.com.

Und nun dürft Ihr gerne Eure Balleindrücke hier verlinken. Ich bin gespannt auf Eure Reaktionen!

Channel this … Teddy Girls … goodness, gracious

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Meine Herren! Die Girls haben mir echt Kopfzerbrechen bereitet. Jack war ein Kinderspiel dagegen.

Vor allem, weil mein Kleiderschrank weder eine verträumte Spitzenbluse à la Downton Abbey, noch ein Hemd hergibt, nicht mal mehr ein Polohemd. Von passenden Jacketts nicht zu reden. Auch nicht von maskulin anmutende Halbschuhe. Erst recht keinen leicht zu großen Blazermantel. Und das, obwohl ich Anklänge aus der Herrnemode und Budapester Schnürer eigentlich total mag.

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Was diese Styling-Herausforderung mir sehr deutlich zeigte: ich hab da einige Lücken im Kleiderschrank, die würde ich gerne füllen. Einfach schon, um ein bißchen mehr “spielen” zu können.

Die to-sew-Liste hat sich gerade erweitert auf:

Hemd

Jackett

Blouson

Weste

Einkaufsliste hat sich erweitert um:

Herrenschuhe (Monks. Oder etwa doch Creepers?)

Polos

“richtige” Jeans mit geradem, nicht zu weitem Bein (any recommendations?)

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Aber nun mal zu den Teddy Girls.

Was mir beim Sichten der Photos am besten gefiel war diese Mischung aus zart (Bänder, Spitzenblusen, Strohhütchen, Gemmen-Schmuck) und tough (überschnittene Männerklamotten).Nichts ist super körpernah. Nichts ist  in your face Weibchen. Die Klamotten der Girls sind nicht mal besonders spektakulär. Eher lässig. Vor allem zählt Attitude.

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Diese Silhouette mit den breiten Schultern und geraden, gekrempelten Hosenbeinen, die den Blick auf die Schuhe fokussieren gefällt mir ausgesprochen gut – ja, klar, bin ja auch ein Kind der 80er. Aber gekrempelte Jeans mit geradem Bein sieht definitiv schöner aus als gekrempelte Karotte.

Nach langem Grübel ging’s heute morgen dann schnell.

Und zwar von oben nach unten: Haare. Total ungewohnt, aber irgendwie mußte ich da schon grinsen.

Make-up: Minimal. Ausnahmsweise mal die Augenbrauen nachgezogen. Bei so viel Stirn schien mir das geboten. Mascara, Lipstain. Done.

Krawatte war gesetzt. Stella brachte gestern Abend per Twitter dann V-Ausschnitt ins Spiel. Entsprechende Pullis mußten erst aus der Wäscheliste gezogen werden und über Nacht trocknen. Irgendeine Art von Jackett mußte her, also meine Fliegerjacke.

Ich verspreche, für die nächste Challenge nicht schon wieder meine blaue Jeans anzuziehen, aber ja: ich lebe zur Zeit darin. Einmal mehr hochgekrempelt als sonst. Burlingtons – echt ma – wieso gehen die schon kaputt? Und die auch oft und gern getragenen Schnürschuhe.

Bis auf die Krawatte, alles Teile, die ich oft trage. Aber mit Krawatte und dem seeehr ungewohnten Haarstyling hatte ich auf einmal swagger, holy shit! Dann noch eben Jerry Lee Lewis angemacht zum Photographieren … wen kümmert da noch das schlehcte Wetter draußen.

Goodness, gracious, great balls of fire …

Andere Teddy-Girl-Interpretationen? Bitte jetzt verlinken.