Mit ein paar Tagen Verspätung präsentiere ich Euch heute meine Nähbilanz für Februar. Und ein Oberteil, das ich schon im Oktober fertig hatte, dem aber bis dato jeglicher Kombipartner fehlte.

Zunächst mal: Das Karnevalskostüm!

jaysbadge

Das war relativ unaufwendig und schnell erledigt und ist auch nach Aschermittwoch noch im Einsatz. Das Kind wollte als Jay gehen (für alle, die keine Ahnung von Ninjago haben: Das ist ein blauer Ninja). Nichts leichter als das. Wir hatten eh eine coole blaue Hose mit unkaputtbaren Knieen gekauft und blauer Sweatshirtstoff war im Fundus. Also hab ich unseren Standardshirtschnitt aus der Ottobre benutzt (praktischerweise gab’s eine „Mädchenvariante“ mit Kaputze), Jays Logo ausm Internet gezogen und mehr Zeit mit dem Aufnähen desselben verbracht als mit dem Anfertigen des Shirts.

jayimkarneval

Hier ist der Ninja in Aktion mit dem Prinzen und der Godesia. Wir waren auf Karnevalsbesuch in Bonn.

Bei der anNÄHerung in Bielefeld konnte ich im Januar ja den Talvikki-Sweater von Machenstattkaufen anprobieren.

talvikki_front

Das machte die heimische Produktion sehr zügig. Keine lange Meditation über welche Größe denn wohl? Ich habe 40/42 zugeschnitten und in der Länge 3 cm rundum weggenommen. Bei der nächsten Version kürze ich vermutlich auch noch die Ärmel. Einziger Wermutstropfen? Mein Stoff (von Marc Aurel) ist bei weitem nicht so stretchig wie Machenstattkaufens und so tun mir immer die Ohren weh nach dem An- und Ausziehen. Ansonsten: Näht sich zickizacki. Sieht toll aus. Wird viel, viel, viel getragen.

talvikki_back

diemaennerfotografieren

(Ich hatte heute gleich zwei Fotografen. Und der kleinere wollte immer sofort hören, dass seine Fotos genial seien. )

Und damit bin ich schon bei den beiden Teilen, die „fast“ fertig seit langem rumlagen und die ich gerade soeben im Februar noch fertig bekommen habe.

warlordjacke_back

Zunächst mal die beim Schnitt-Fest vorgestellte Jacke. Nach einigen Tagen Tragen bin ich zu dem Entschluss gekommen, da doch noch zwei kleine Häkchen zum Schließen einzunähen. Bei der nächsten Version des Schnitts wird der Kragen noch einen Zentimeter niedriger, die Ärmel dafür drei Zentimeter länger und im Oberarm können auch zwei, drei Zentimeter Mehrweite rein. Ansonsten finde ich sie immer noch sehr gelungen.

warlord_vorne

behindthescenes_rotersamtrock

allesnochmalhinzuppel_topausderveritas

Der weinrote Samtrock war als Ergänzung zu dem rosa-schwarzen Top geplant, und bekam deshalb auch die hohe Taille. Allerdings verschwindet die nun komplett unter dem Top, weil es für diese Kombination doch zu lang ist. Mit der neugekauften (GASP!) rosa Chino finde ich es wesentlich besser kombiniert, auch wenn’s zur Hose wieder ein paar Zentimeter länger sein könnte. Wie man’s macht …

hmsonne_weinrotersamtrock

Aber zunächst der Rock: Ich betrachte ihn als definitiv letztes Winterteil, das ich in dieser Saison genäht habe. Die Farbe gefällt mir sehr gut. Als ich ihn im Januar geheftet und angepasst hab, saß er knackeeng. Da ich aus dieser Stoffqualität schon einen Rock habe, der aber immer weiter wird, weil der Stoff ewig nachgibt, habe ich hier den Rock am Bund mit uneleastischer Einlage verstärkt und den Beleg mit Seidenorganza im geraden Fadenlauf gedoppelt. Als ich ihn dann nach dem Säumen am Freitag anprobierte, stellte ich fest, dass ich ihn gut zwei, wenn nicht gar drei Zentimeter enger machen könnte. Meine abendlichen Yoga-Sessions scheinen Wirkung zu zeigen. Da ich aber bekanntlich das Ändern von Kleidungsstücken hasse, wird er nu erstmal so getragen. So richtig 100% bin ich an mir von hoher Taille noch nicht überzeugt, aber ich zwinge mich jetzt mal, ein paar Kombinationen auszuprobieren.

weinroterrock_vorne

weinroterrock_seite

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Das Top ist aus der belgischen Nähzeitschrift Veritas, die ich mir im Oktober aus Antwerpen mitgebracht hatte. Die Veritas ist im Stil der Schnitte der LMV recht ähnlich, zielt aber auf eine ältere Zielgruppe. In der Zeitschrift gibt es fürs Top zwei Varianten: als Kleid und als gut hüftlanges Oberteil. Ich hab gekürzt und den Brustabnäher erheblich vertieft, weil ich Angst hatte, dass mir die Silhouette zu volumig würde. Genau diese Abnäheränderung in Verbindung mit der relativen Steife des Stoffs (den ich für 12 €/m bei Alfatex gekauft habe, aber bei Hüco in Berlin für über 20 sah) führt nun aber zu einem recht merkwürdigen Tragegefühl. Mal schauen, ob wir beide noch richtig dicke Freunde werden. Mit der neuen Hose mag ich das Top doch ganz gern.

topausderveritas_back

(Ähm, ja, der Fotograf hat mich natürlich nicht darauf hingewiesen, mal die Hände aus den Taschen zu nehmen. Nun ja.)

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