Diesmal haben wir es sogar geschafft, die Sicherungen rausfliegen zu lassen. Ein absolutes Novum für die anNÄHerung in Bielefeld. Auch sonst war es wieder ein elektrisierendes Wochenende: so viele Schnitte, neue und solche, die frau schon länger beäugte, und die bei der anNÄHerung mal anprobiert werden können. So viele Farb- und Materialkombinationen, auf die eine selbst nicht gekommen wäre, und die nun nachhaltig im Kopf rumschwirren. So viele Tricks und Kniffe, die frau sich abschauen kann. Und so viele andere passionierte Selbernäherinnen. Wer da nicht inspiriert nach Hause kommt … na der können wir auch nicht helfen.

Zum vierten Mal haben Drehumdiebolzen, Alle Wünsche werden wahr und ich nun die anNÄHerung in Bielefeld organisiert. Da kann schon von einer guten Tradition zum Jahresauftakt gesprochen werden.

Ich für meinen Teil war diesmal auch recht vernünftig und bin nicht zu spät / früh ins Bett gegangen und hab den alkoholhaltigen Getränken nicht ganz so zugesprochen wie in den letzten Jahren vielleicht. Denn ich hatte mir ein knackiges Nähprojekt vorgenommen, zu dem ich meinen sieben Sinne zusammen haben wollte. Ganz fertig geworden bin ich ob diverser Handnähte in Seidenorganza und einer langwierigen und letztlich nicht wirklich nötigen Abnäheränderei nicht ganz, aber der Stand meines Ulyana Sergeenko rip-offs ist doch vielversprechend. Wenn ich die frisch konstruierten Ärmel auch noch in die gewünschte Form kriege (zur Zeit passen sie erstmal ganz okay in die vorhandenen Armlöcher), dann wäre ich himmelhochjauchzend begeistert. So bin ich mit meinem Teilergebnis zufrieden.

Und versuche mich auf dieses angebissene Projekt zu konzentrieren und nicht eben schnell den bei Marc Aurel erworbenen Strickstoff in einen Tulvikki Sweater zu verwandeln. Denn dank der Version von , die ich in BI anprobieren konnte, weiß ich nu, dass ich mit Größe 40/42 ganz locker hinkomme.

Ja, Stoff einkaufen oder – noch besser – Stoff tauschen gehört mittlerweile fest zur anNÄHerung dazu und die diversen Einkäufe haben sich wohl für alle auch in 2017 wieder gelohnt. Ja,ja, ich weiß, ich hatte was von Stoffkaufverbot geschrieben. Aber als Katholikin muss ich ja auch was zu beichten haben, right?

bi175

Anyway: Für mich immer noch das allerbeste an der anNÄHerung? Stundenlanges kollektives konzentriertes Arbeiten. Wo ich zuhause gerne 10 Mal aufstehe, um meine Teetasse nachzufüllen, vergesse ich in Bielefeld in schöner Regelmäßigkeit das Trinken . Wo ich zuhause vor kniffeligen Arbeitsschritten lieber erstmal Nervennahrung aus der Küche hole, gehe ich bei der anNÄHerung mit Attacke zur Sache. Wo zuhause immer dann, wenn ich endlich im flow bin, garantiert einer kommt und was von mir willl, bleib ich bei der anNÄHerung unbelangt und kann ‚fließen‘. Und wenn ich wirklich Hilfe brauche, ist immer jemand zur Stelle.

Danke an alle Absteckerinnen, Ratgeberinnen, Erklärbärinnen, die so großzügig von ihrer eigenen Nähzeit abgeben und anderen ganz wortwörtlich unter die Arme greifen. Das die anNÄHerung so ein wunderbares Moment ist, liegt auch an Euch.

Wie immer wenn ich im Nähflow bin, hab ich so gut wie gar nicht fotografiert. Ich hoffe also, dass einige der Teilnehmerinnen kräftig fotografiert haben.

Nun freue ich mich ganz doll auf Freitag, weil ich da nicht arbeiten muss, und endlich weiternähen kann. Noch mehr aber freue ich mich auf die fünfte Bielefelder anNÄHerung im nächsten Jahr.

Und wem der Sinn nach einem langen Wochenende ungestörter Nähzeit steht, die darf sich gerne hier flugs das Anmeldeformular für Sewing by the Sea runterladen. 😉

Mehr Eindrücke gefällig? Dann hier entlang …

 

 

 

 

 

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