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Design wird ein zentrales Thema für mich in 2016 werden. Deshalb hatte ich schon im Oktober mit dem Gedanken gespielt, eine weitere Auflage von NIX FÜR LEMMINGE zu starten. Allerdings mußte ich erst noch ein bißchen am tatsächlichen Modus herum denken.

Als mich dann ausgerechnet beim Weihnachts-Geo-Cachen die Inspiration ereilte, war auch das Verfahren klar.

2016 geht es bei NIX FÜR LEMMINGE darum, im Laufe des Jahres ausgehend von einem Thema eine Kollektion (bestehend aus mindestens 5 Kleidungsstücken) zu entwerfen und zu nähen.

Warum sollte frau das tun? In der Arbeit mit einem Thema kommt sie auf ganz eigene Ideen, die so in gekauften Schnitten nicht realisierbar sind. NIX FÜR LEMMINGE bietet also die Chance, Eure eigenen Ideen umzusetzen. Das Thema als Rahmen fokussiert dabei die Ideenfindung. Der Kollektionsgedanke sorgt dann dafür, das zusammen passende Teile und nicht einige schöne Solitäre entstehen.

Die Konzentration auf ein Thema läßt Zeit, tief einzutauchen. Ausgiebig in der Entwurfsphase zu experimentieren oder endlich die aufwendige Technik anzuwenden, mit der Frau schon lange liebäugelt.

Die Rahmenbedingungen bleiben wie gehabt: Die Schnitte sollen im Wesentlichen selbst entwickelt sein. Ob ihr dabei von Eurem Grundschnitt ausgeht, wie ich an der Puppe drapiert oder einen vorhandenen Schnitt grundlegend verändert, ist Euch überlassen. Nehmt Material vor allem aus Eurem Fundus. Produziert Kleidungsstücke, die Ihr in Eurem Alltag tragen könnt.

Dazu kommt als weitere Herausforderung: Probiert in Eurer Kollektion drei Dinge aus, die Euch schon ewig reizen: also eine besondere Verzierung z.B., oder klassisches Tailoring am Reverskragen oder oder oder. Nehmt Euch das vor, was Ihr sonst als Idee immer auf Grund von Zeitmangel unterlasst.

Als Themen stehen zur Auswahl:

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Märchen

Nirgends sind das Alltägliche und das Wunderbare so nah beieinander wie im Märchen. Ist das nicht ein schöner Gedanke für unsere Kleidung? außerdem stecken Märchen voller zauberhafter Figuren, die jede Menge Inspiration abseits des Mode-Mainstreams geben können. Das Märchen ist eine kraftvolle, archetypische Form. Wie sieht eine textile Entsprechung wohl aus?

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Traditionelle Kleidung

Jenseits des Dirndls haben alle Regionen Deutschlands traditionelle Kleiderformen zu bieten. Und andere Länder und Kulturen erst recht. Ob aus den Notwendigkeiten des Alltags entstanden oder als kompliziertes System sozialer Statusansage, traditionelle Kleidung bietet eine Vielzahl spannender Formen und Details. Wie lassen sich diese überlieferten Formen neu interpretieren und in jetzt tragbare Kleidung umsetzen?

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Men’s Wear

Vom dreiteiligen Maßanzug zur hauptstädtischen Club-Wear, kennt Männerkleidung viele Abstufungen zwischen streng-professionell und extremst lässig. Für sie werden häufiger robustere Materialien und andere Konstruktionstechniken verwendet als für Frauenkleidung. Außerdem besticht sie durch die ausgefeilten Details. Da kann eine also Einiges an Ideen klauen.

Und so sieht der Zeitplan aus:

05.02.2016 – Themenvorstellung

Für welches Thema habt Ihr Euch entschieden? Warum? Was wird vermutlich Euer Ansatz?

26.02. – Moodboard

Wir präsentieren einen ersten visuellen Eindruck: Wie soll Eure Kollektion wirken? Welchen Eindruck sollen Eure Kleider machen? Welche Geschichte erzählen? Welches werden die zentralen Gestaltungselemente Eurer Entwürfe? Welche formen, welche Kleidungsstücke plant Ihr? Mit welchen Materialien werdet Ihr arbeiten? Was sind Eure drei Dinge? Die drei handwerklichen Herausforderungen, die Ihr Euch gesucht habt?

01.04.2016 – Vorstellung der Entwürfe

Welche Kleidungsstücke werdet Ihr nähen? Wie werden sie aussehen? Welche Verarbeitung ist geplant? Eure Chance, feed-back zubekommen, ob Eure Wirkabsichten erkennbar werden.

29.04.2016 – Paßform-Proben

Die ersten Probeteile zu den Entwürfen sind genäht. Nun gilt es zu überprüfen, wo noch Anpassungen am Schnitt und ggf. an der Grundidee vorgenommen werden müssen.

27.05.2016 – Besonderheiten

Wir berichten von den Stickereien, den Biesen und Paspeln, dem Tailoring, dem Selbstfärben … kurz von den handwerklichen Herausforderungen, die wir uns gesucht haben.

24.06.2016 – Zwischenstand vor der Sommerpause

Wie weit seid Ihr voran gekommen? Was ist fertig? Was fehlt noch? Wo hapert’s? Wo wird Hilfe gebraucht? Wo braucht’s Motivation?

20.09.2016 – Ab jetzt Vollgas!

Noch 2 Monate bis zur Präsentation. Wo habt Ihr Eure Projekt liegen gelassen? Was ist jetzt realistisch noch zu schaffen? Wo müßt Ihr vielleicht umdenken? Noch mal über die Produktionsreihenfolge nachdenken?

28.10.2016 – Schlußspurt

Go, go, go! Nun heißt es endlich fertig werden. Was fehlt noch? Welche Probleme sind noch immer nicht gelöst?

25.11.2016 – Defilée

Es ist geschafft! Eure Kollektion ist gedacht, gemacht und fotografiert. Vielleicht sogar schon getragen. Heute jedenfalls feiern wir mit der gemeinsamen Präsentation aller entstandenen Kleidungsstücke.

Das ist der Plan. Dank massiver Inspiration während der Feiertage habe ich schon mal ein bißchen vorgestrebert. Nun freu ich mich auf viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter!