Berufskleidung

Einen schönen guten Morgen und herzlich Willkommen zum ersten Sew-Along-Termin!

Heute geht es darum, sich klare Ziele für den Sew-Along zu setzen.

Welche Kleidungsstücke braucht Ihr für Euren beruflichen Alltag? Gibt es ganz praktische Beschränkungen, die Ihr bedenken müßt? Gibt es Kleidervorschriften, die Ihr zu beherzigen habt? Welche Wirkung möchtet Ihr mit Euren Kleidungsstücken erzielen? Auf andere? Und auf Euch? Wo hakt es zur Zeit? Was habt Ihr schon an Business Kleidung, was den Grundstock bilden kann, den Ihr nur erweitern braucht?

Ein ganz schönes Paket. Legen wir also mal los.

Ich arbeite zur Zeit im Wesentlichen von zuhause aus. Damit habe ich den großen Luxus, auch mal im Nachthemd an den Schreibtisch schluffen zu können. Das finde ich aber nur an den wenigsten Tagen toll. Meist komm ich mir dabei dann nämlich sehr schluffig und irgendwie unprofessionell vor. Sehr viel lieber mag ich Kleidungsstücke anziehen, die mich fröhlich, tatkräftig und selbstbewußt stimmen.

Meine Oma und meine Mutter haben es aber nicht geschafft, mich von der Notwendigkeit zu überzeugen, nach der Arbeit in andere Klamotten zu wechseln. Die Home-Office-Kleidungsstücke müssen also auch Nachmittag mit dem Sohn im Wald und auf dem Spielplatz aushalten und die anliegenden Hausarbeiten.

Außerdem wird’s langsam kälter. Die vier meist getragenen Kleidungsstücke des letzten Winters waren eine lange Strickjacke, eine Fellweste, ein Strickkleid und eine schmale Jeans. Die Backup Strickjacke ist mittlerweile arg fadenscheinig, also wäre ein genähter Ersatz ganz sinnvoll.

Natürlich gibt es immer wieder Termine außer Haus. Und die bereiten mir gerade ein bißchen Kopfzerbrechen. Im klassischen Anzug aufzulaufen, wäre meist der falsche code und auch way overdressed. Aber Kleidungskompetenz sollten die „Repräsentationsklamotten“ schon beweisen. Ohne mich jetzt der „Modebranche“ zurechnen zu wollen, möchte ich doch für öffentliche Termine einen kleinen Satz Klamotten, der durch interessante Schnitte und Details und superbe Verarbeitung besticht. (Ja, ja, ich weiß: da hänge ich mir das Körbchen ganz schön hoch.)

Für die home-office Variante schwebt mir eine Kombination aus Bluse, kürzerem Rock und langer Strickjacke vor, vobei Strickjacke und Bluse auch meiner Jeans passen sollten. Die Inspiration dazu kommt im Wesentlichen aus dem aktuellen Peruvian Connection Katalog, mit vielen Beispielen meiner 90s Lieblingskombi: Kurzer Rock, lange Jacke.

Bei der Repräsentationsklamotte schwankte ich. Fest steht, dass ich einen Blazer möchte. Aus einem grau-violetten Karo-Wollstoff mit dunkellila Satinrevers. Aber die Form … Angeschlossen an mein allgemeines Herbst Motto dachte ich erst an einen 70s Schnitt:

stoffkauffürprojekt2

Allerdings war ich letzten Sonntag im Dior Museum in Granville und hab mich total in Raf Simons‘ Tuxedo Version des Bar Jackets verliebt.

Ich zweifele allerdings sehr, ob mir die an den Hüften so ausgestellte Form gefällt. Und was dann dazu?

Außerdem habe ich aus Paris einen sehr schönen lilagrundigen Satin mitgebracht – ein raffiniert geschnittenes Etuikleid?

Oder doch versuchen, das Diorkleid, das ich in München im Schaufenster gesehen habe, annähernd zu kopieren?

Karokleiddior

Ich lasse da meine Gedanken noch ein paar Tage vor sich hinköcheln und zeige dann nächsten Sonntag, welche Stoffe und Schnitte es werden.

So. Und nun seid Ihr dran! Das Verlinkungstool ist bis zum 11.09.geöffnet.

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