NIX FÜR LEMMINGE – Die zweite Herausforderung

nixfürlemmingegross

Einen schönen Samstag morgen. Und schon ist es Zeit für die zweite Herausforderung. Alle, die schon fertig sind, können jetzt natürlich gnadenlos davonziehen, während wir anderen noch mit der Fertigstellung unserer ersten Projekte beschäftigt sind. Aber wartet nur ab …. ;-)

 

Draußen wird’s Frühling. Aus kahlen Ästen springen Knospen und verwandeln sich in Blüten.

Und genau darum wird es gehen: Um

 

Verwandlung

 

Nachdem wir uns jetzt so ausführlich mit der Silhouette beschäftigt haben, wenden wir uns in der zweiten Herausforderung ganz dem Stoff zu.

Aufgabe ist es, ein Outfit zu entwerfen, dessen zentrales Element ein Stoff ist, der entgegen seiner üblichen Verwendungsweise gebraucht wird. Es können natürlich auch mehrere Stoffe verwendet werden. Zum Beispiel also eine Chaneljacke aus Neopren. Oder einen Trainingsanzug aus Samt.

Ziel ist es, sich mit Materialeigenschaften und den Möglichkeiten, sie zu verändern, auseinander zu setzen und gleichzeitig die Assoziationen und Verwendungserwartungen ( z.B. Nadelstreifen = Business-Kostüm), die bestimmte Stoffe in uns wach rufen, auf den Kopf zu stellen. Herauskommen soll ein Entwurf, der eine überraschende Verwandlung des gewählten Materials erzielt.

Die Bedingungen aus der ersten Herausforderung gelten natürlich weiter: also: alltagstauglich und wo möglich aus dem eigenen Vorrat etc.

Und das ist der Zeitplan:

01.05.2014 – Finale
(Diesmal ein Feiertag, ein Werktagstermin ist irgendwie doof, oder?)

26.04.2014 – Krise oder was?
(Ich hatte diesmal das Gefühl, daß uns der Termin mehr Arbeit gemacht hat, als den Prozeß vorangebracht hat. Ging’s Euch ähnlich? Dann streichen wir den und wer Krise hat und Hilfe braucht, schreit halt trotzdem laut.)

13.04.2014 – Ich habe einen Entwurf, aber wie setze ich das technisch um?

30.03.2014 – Das soll’s wohl werden – Entwürfe

15.03.2014 – Inspirationssammlung

 

So, ich hab noch was zu tun. Aber Kopfkino läuft schon wieder gnadenlos. Bei Euch hoffentlich auch.

Comments

  1. says

    Wow. Schon bei dem Wort “Verwandlung” hat sich das Räderwerk in meinem Kopf in Bewegung gesetzt, allerdings hätte ich mal zu Ende lesen sollen. yippie. Ich glaube, das könnte direkt ein tolles Thema für mich werden, vorausgesetzt, ich kann noch die anderen Projekte unter einen Hut bringen – ansonsten müsste ich mich vorübergehend ausklinken – und dass der Abschluss auf einen Feiertag fällt, kommt mir da we gerufen.

    cu
    Ulrike

  2. says

    Supertolles Projekt und da fallen mir spontan einige Sachen ein, aber vermutlich fehlt es an der Zeit…….aber Zuschauen werde ich auf jeden Fall!
    Herzliche Grüße
    Sabine

      • Fragolinchen says

        Ha, das freut mich. Ich fand diese Röcke schon während meiner Hanbok-Recherchen höchst interessant.

        Allerdings habe ich mir vorgenommen – sollte ich wirklich mitmachen – mir dann ein wenig zeitintensives Projekt vorzunehmen. Ich hab’ nämlich das Gefühl, dass ich mich gerne zu Projekten hinreißen lasse, die aber fast nie zu Ende führe… Und das ist echt frustrierend!

        Aber soweit ich das verstanden habe, sind also nicht nur Stoffmanipulationen im strengen Sinn, sondern auch “artfremde” Verwendungen möglich? Also z.B. Nadelstreifen für ein gar nicht businesslikes Hängerchen?

    • Bele says

      Genau diese Technik (gibt es auch bei Oberteilen) wäre mein Projekt für die erste Herausforderung gewesen, hätte ich denn mitgemacht. Die Ausstellung hat ein Freund von mir kuratiert und wenn ich ihn richtig verstanden habe, ist es extrem aufwendig, diesen metallischen Effekt (und dann noch die vielen Falten…) zu erreichen. Aber ich finde es auch sehr schön und reizvoll!

      @Alex Wieder ein tolles Thema, das du dir da ausgedacht hast. Wie war der Nähkurs?
      LG, Bele

  3. says

    Oho.
    Das ist wirklich ein spannendes Thema, aber irgendwie ist mir das zu weit weg von mir.
    Werde nur zuschauen, da ich durch einige Fortbildungen, die ich für einen Zusatzschein besuchen muss, auch weniger Nähzeit habe.

    ToiToiToi

  4. says

    so hatte ich das mit der artfremden verwendung verstanden.

    jetzt bin ich mal gespannt, ob es auch gilt, wenn ich die im keller gehorteten dekostoffe, die eigentlich für kissen oder gardinen vorgesehen waren, zu kleidung (welcher art auch immer) verwende.

  5. says

    Boah, auf den ersten Blick finde ich das erst mal schwierig. Aber ich lass es mal sacken, vielleicht kommen dann die Ideen.

    Auf jeden Fall ist es eine Herausforderung.

    LG, Claudia

  6. Katrin says

    Verwandlung…..hmmmm, eigentlich wollte ich diesmal nicht mitmachen, aber….

    Da spinnt sich nun doch eine erste Idee in meinem Kopf zusammen. Schau mer mal…

  7. says

    Sehr schönes Thema,
    ich versuche mich einzuklinken, da mir der Termindruck im Alltag aber momentan sowieso schon zu schaffen macht, werde ich mich vielleicht nicht ganz strikt daran halten und die Zeit für mich verlängern.
    Ich finde “nicht so viele Termine” also eigentlich ganz gut, andererseits mag ich auch öfter mal zwischendurch sehen was die Anderen so machen (vor allem bei dieser Aufgabe, wo es ja wohl um Materialität geht). Mal eben ein Foto mit Notiz in einem Satz würde mir da schon reichen.

    Bei “Verwandlung” habe ich zuerst an Kleidung zum Wenden oder mit abnehmbaren Teilen gedacht. Als nächstes dann an Metamorphosen, den Übergang zwischen zwei Zuständen.

    Spannend, was man allein damit schon alles machen kann.

    Allerbeste Grüße
    Christoph

    • alex1 says

      Schön. Das freut mich. Und ich hab auch genau so gedacht: das ich häufiger mal nur ein, zwei Photos zeigen will, auch um mich zu zwingen kontinuierlich und nicht immer in langen Nächten kurz vor und nach der dead-line zu arbeiten. Aber auch mir funkt gerade die Arbeit dazwischen. An meinem ersten Kleid fehlen nur noch die Säume, aber meine abendliche Nähzeit ging die letzten Tage fürs Nach- und Vorarbeiten zuhause drauf.

      Was Verwandlungen angeht hab ich zwei BIlder im Kopf: Das eine ist ein Kleid-MAntel Ensemble von Norell: heller Kamelhaarmantel, der mit Goldlameé gefüttert ist und das Kleid ist dann ebenso Gold. Aber wenn der Mantel zu ist sieht es nach Business aus. UNd dann Raupe – Kokon-Schmetterling. Mal gucken.

      Liebe Grüße

      Alexandra

      • Fragolinchen says

        Raupe-Schmetterling ist ein wunderschönes Bild – und jetzt hoffe ich ganz fest auf die von Dir gedachte Umsetzung. Das stelle ich mir toll vor. Das andere Bild war ja die aufspringende Knospe. In irgendeiner Burda meine ich ein grünes Kleid mit rot gesehen zu haben, das genau zu dieser Assoziation passen würde.

        Vorausgesetzt ich darf auch mit etwas ganz Unspektakulärem teilnehmen: Ich würde nämlich gerne Deine Idee mit dem Versteifen meines Hanbok-Voile-Kragens durch Organza umsetzen und damit ich dranbleibe, das mit dem neuen Motto Verwandlung verbinden. Eine weitere Stoffmanipulation würden dann die Kellerfalten des Unterteils darstellen? – Also eigentlich langweilig, wenn ich mir Deine Idee vorstelle…

        • alex1 says

          Wenn das heißt, daß Du Outfit 1 dann fertig stellst, dann sei mit dabei. ;-) Ich bin gerade tatsächlich auch fertig geworden.

          • Fragolinchen says

            Ich bin wild entschlossen, mein Outfit 1 fertigzustellen – und bevor mich mein Kopfkino (das schon wild kreist!) ablenkt, würde ich mir das gerne weiter vornehmen.

            Außerdem finde ich die Organza-Idee gut – wenn nur der Stoff, den ich vor einer Woche bestellt hatte, endlich käme. Daher rührt auch der momentane Stillstand bei Outfit 1…

      • says

        du meinst so einen längerer 60-er mantel? klingt gut.

        und genau das mit dem schmetterling ist ja so eine metamorphose
        man könnte es in schichten betrachten:
        schmetterling > in raupe > in puppe/kokon (allein bei kokon entspinnen sich schon wieder 100 ideen(übergang seidenfaden> zu festem geschlossenen gebilde >zu leerer hülle mit loch ))

        statt in schichten könnte man es aber auch als übergang innerhalb eines kleidungsstücks betrachten:
        z.b. oben fest & rauh > zu unten leicht & glatt (das bedeutet dann wohl viel stoffmanipulation)
        oder farbübergang
        oder musterübergang (die letzten beiden reizen mich gerade schon wieder zu stoffentwürfen: http://www.stoffn.de/detail/motiv/48484.html )
        oder transparenzverlauf

        huch ich merke gerade, es wird schwierig mir da ein alltagstaugliches Kleidungsstück für mich selbst auszudenken, meine gedanken driften so in richtung haut couture – dann wohl doch eher die schichten

        na mal sehen.
        liebe grüße
        christoph

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