Und der Schnee fiel wie Federn vom Himmel herab.

Meine Wochenenden bis Weihnachten sind schon verplant. Das fiel mir heute voller Schrecken auf. Es wahr mir schlicht nicht bewußt. Dies wollte ich machen, jenes wurde als Familie zugesagt. Da ist der Partner eingespannt und wir mit verpflichtet. Normalerweise verteilt sich das ganz gut. Aber in den nächsten 6 Wochen ballt es sich. Höchste Zeit also mit voller Absicht darüber nachzudenken, was ich im Winter alles erleben, machen, fühlen möchte.

Offensichtlich ging es mir letzten Winter nicht unähnlich, denn eine der ersten kreativen Anregungen im WINTERVERGNÜGEN ist das Winter-Manifest. Teils Absichtserklärung, teils Traumfänger soll es auf den Winter Lust machen und die Chance eröffnen, durch die hektischen Wochen der angeblich stillen Jahreszeit nicht getrieben zu werden, sondern sie den eigenen Wünschen und Werten gemäß zu gestalten.

Man nehme also ein großes Blatt Papier oder das geliebte Notizbuch, einen flüssig schreibenden Stift und verabschiede sich für 20 in. aus der Welt. Dreamtime.

Was erhofft Ihr Euch von den nächsten drei Monaten? Was soll erledigt, was erreicht sein, wenn der März kommt? Was möchtet Ihr tun? Was möchtet Ihr erleben? Welche Gefühle sollen sich einstellen?

Wie immer, wenn es auf Weihnachten zugeht, möchte ich vor allem: ZEIT. Meine Liste der Dinge, die ich tun möchte ist stets länger als die Tage. Dabei möchte ich doch in Ruhe meine Geschenke verpacken, meine Wohnung auf Vordermann bringen, meine Lieblingsplätzchen backen. Oder einfach nur dem Schnee beim Fallen zusehen. Immerhin fängt mein Weihnachtsurlaub dieses Jahr schon Mitte Dezember an. Ein bißchen Zeit habe ich mir also freigeschaufelt.

Zeit, um mit Sohnemann zu backen, zu basteln, Schneemänner zu bauen und Schlittenfahren zu gehen. Zeit, mich auf Schlittschuhe zu stellen. Hoffentlich auch genug Zeit, all die vielen Dinge zu nähen, die mir noch im Kopf herum geistern. Und ausgeruht und planvoll ins Neue Jahr zu starten.

Vor allem will ich mich nicht hetzen (lassen). Ich will nicht im Rausch der Dinge, die abzuarbeiten sind, den Moment verpassen. Achtsam zu werden, achtsam zu bleiben, die kleinen Freuden in jedem Tag hochzuschätzen, dies ist ein wesentliches Ziel. Das, was ich tun will, auch wirklich umzusetzen und nicht von Tag auf Tag zu schieben: Das ist das andere Ziel. Seit den letzten Tagen im 10er-Bereich denke ich: Oh, die Haustür muß ich putzen. Vom immer noch nicht eingerichteten Nähzimmer will ich gar nicht anfangen. Manchmal habe ich den Eindruck, wohin ich mich wende, begegnet mir noch eine Baustelle. Die endlich mal abzubauen, das wünsche ich mir für die nächsten Monate.

Und Schnee. Viel Schnee. Denn nichts ist so beruhigend anheimelnd wie die Stille nach einer durchschneiten Nacht.

Ich brauche zwar dringend noch neue Handschuhe – oder hat jemand einen linken schwarzen Fleecehandschuh gefunden? – und warme Strumpfhosen, ansonsten aber bin ich bereit für den Winter. Bring it on, baby.

WINTERVERGNÜGEN kann ab jetzt wieder vorbestellt werden. Einfach per email an alexandra punkt m punkt gerull at gmx punkt de. Alle drei Teile zusammen für 21€. Jeder Teil einzeln: 8€.