So, da bin ich wieder. Ich wäre ja doch ein paar Tage länger noch geblieben, aber aber …

Heute abend (Dienstag) nun endlich mal Zeit, mich durch alle fertigen Kleider zu klicken. Bis Meldung 33 bin ich gekommen. Ab 34 schaue ich mir morgen an. Eins aber ist jetzt schon mal glasklar: Ich bin unglaublich stolz auf Euch alle. Okay, und auf Steffi und mich auch ein bißchen. Das war wirklich eine knappe Zeit und fast jeder von uns sind irgendwann Hindernisse begegnet, die sonst schon mal zu UFOs führen. Aber: wir haben uns durchgebissen.

Was mich auch total begeistert, sind die vielen unterschiedlichen Stile, denen frau begegnet, wenn sie sich durch unsere Beiträge bewegt: da gibt es sportlich und kess und vintage und sehr clean und sehr verspielt und klassisch und modern und militärisch und so ungefähr jede Farbe dazwischen. Wie großartig ist das denn bitte?

Ich hoffe, daß auch die, die besonders hartnäckig mit ihrem Stück gerungen haben, es mittlerweile lieb gewonnen haben. Ich war ja vorigen Mittwoch so weit, meinen Mantel anzünden zu wollen. Mittlerweile liebe ich ihn. Und sage zum allerersten Mal ganz offensiv: „Guck mal: Hab ich selbst gemacht.“

Leider sind uns ja doch eine ganze Menge Teilnehmerinnen abhanden gekommen. Ich möchte aber nicht schuld sein an einer weiteren Leiche im Korb. Deshalb locke ich jetzt mal mit der B-Premiere. Das ist im Musiktheater die Premiere mit der Zweitbesetzung. Und doch oft die bessere. Weil die ‚Zweitbesetzung‘ nämlich bißchen angepißt ist, daß sie nicht die Erstbestezung war. In diesem Sinne werfe ich also allen bis jetzt unvollendeten Projekten des Himmelfahrtkommandos den Fehdehandschuh hin und fordere Euch auf, auf Pfingstmontag hier in fertiger Form zu erscheinen. Jawohl, ja. Das tue ich.

Und jetzt gibt’s die versprochenen Strandphotos. Allerdings war’s da so kalt, daß ich das nicht mehr fertiggestellte Futter schmerzlich vermißt hab (und irgendwann dem Mann den Bogner-Fleecepulli gemopst hab). Hier also La Veste Pavot, in ihrem natürlichen Habitat.

A la plage à Ouistreham – windig, kalt, aber hey, einmal mit den Füßen ins Meer muß einfach sein.

Mein dauergetragenes Lieblingstuch paßt übrigens auch zum Mantel.

Mit passendem Rock und Dino in Villers.

Von hinten – und ja, ich hatte andere Schuhe mit, aber die Stiefeletten sind so verdammt bequem, wenn man dreijährigen Ausreißern nachjagt.

Sonntags auf dem Markt von Caen beim Stoff kaufen. Der Flanell war dem Mann zu langweilig.

Und aufgerüscht zur Soirée dansante in Verson.

Je länger ich die Bilder angucke, desto besser gefällt mir der Kragen. Das ist ja schon der zweite. Den hab ich dann auch glatt eineinhalb Zentimeter breiter gemacht. Und so gefällt er mir noch einen Ticken besser. Und auch das Volumenvlies – ganz dünn – das ich eingebügelt hab, war eine gute Wahl. Die geflickte Stelle sieht man nur, wenn ich mit der Nase drauf stoße. Die Materialkosten werden sich noch verringern. 130 Euro hab ich bezahlt. Und dafür nun einen Mantel und einen Rock und es ist locker noch genug Stoff für eine Weste da. Drei Kleidungsstücke zu dem Kurs finde ich dann mehr als okay. Und der Schnitt wird in der Kurzform definitiv noch mal zum Einsatz kommen. Alles schick also, en fin.

Und als allerletztes nun: Herzlichen Dank fürs Mitmachen. Ohne diese Wahnsinnsaktion hätte ich sicher keinen neuen Mantel. Wie bitter nötig der war, zeigt die Tatsache, daß ich ihn seit letzten Donnerstag jeden Tag anhatte. Es war mir eine Ehre, mit Euch nähen zu dürfen. A la prochaine.