Wenn die eigenen Worte einen einholen ….

Da hatte ich doch in der Einleitung zum Februar-Teil des WINTERVERGNÜGENS über diesen Monat unter anderem geschrieben, daß er sich dadurch auszeichnet, daß man die ersten Niederlagen eingestehen muß.

Zeit also, reinen Tisch zu machen.

Ich werde es nicht schaffen bis zum finalen SWAP-Termin am 1.3. eine auch nur halbwegs ansehnliche kleine Kollektion hinzukriegen. So. Gesagt.

Gefällt mir gar nicht, ist aber realistsich.

Was ganz und gar nicht realistisch war? Zu meinen, ich könne ein Buch schreiben und nebenher noch meine Garderobe revolutionieren. Ach ja, Weihnachten war auch noch und dann zerbrach noch der letzte Strohhalm: dann eben im Februar alles rauszureißen. Töt! Reality check? Ich arbeite seit vorigen Montag wieder und mich abends noch mal aufzuraffen, was anderes zu machen als VEGAS oder SUITS zu gucken, will nicht so recht gelingen. Jedenfalls nicht in dem Maße, in dem ich es müßte, um die März-deadline zu halten.

Was lernen wir daraus?

1. Nix mehr aufschieben. (Denn ich hätte im Oktober deutlich besser vorlegen können!)

2. Wenn mal wieder ein gaaaanz tolles Projekt anklopft, ich aber schon ein anderes ebenso tolles Projekt am Wickel habe, sehr, sehr ernsthaft meine Verfügbarkeit überprüfen.

3. Meine geplanten Teile werde ich trotzdem nähen, denn an den ausgesuchten Teilen lag es – fast  –  nicht.

Was der Einstieg in den SWAP in jedem Fall geleistet hat für mich:

Ich habe eine klare Vorstellung von dem, was in meinem Kleiderschrank fehlt. Und ich achte beim Stoffkauf jetzt sehr stark darauf, daß das neue Stöffle auch zu denen paßt, die gerade in der Mache sind bzw. mit denen ich kombinieren möchte. Allerdings habe ich dabei auch festgestellt, daß ich eigentlich nur meiner inneren Farbspürnase treu bleiben muß, denn dann lande ich immer bei Blau- bis Petroltönen und bei Pink bis Rot und das geht dann eben doch ganz ordentlich zusammen.

Schwieriger wird’s, mich bei den Schnitten einzufangen und auch da darauf zu achten, daß sie unter einander tatsächlich kompatibel sind. Da ist noch jede Menge Luft nach oben.

Immer wieder bei den anderen SWAPPERINNEN zu gucken, was die so kombinieren und aussuchen, fand ich bis hier hin unglaublich inspirierend und hat meinen Schnitte, die ich auch unbedingt mal nähen muß-Ordner wohlgefüllt zurückgelassen. Es macht Spaß den Cracks wie Mema und Immi zuzusehen.  – – Na gut und manchmal macht es mich auch total unzufrieden mit mir selbst. Grummel. ;-)Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die Kollektionspräsentationen Anfang März. Juchheissa!

So. Ein ganz klein bißchen hab ich doch genäht dieses Wochenende – und auch wenn Ihr vermutlich alle die Karnevalskostüme schon satt habt, kriegt Ihr meine kleine Eule doch noch aufs Auge.

Monsieur fand sich bei erster Anprobe „SCHIIIEK“ und zog Montagabend nur widerwillig sein Eulenhemd aus. Tusch! Beim nächsten Kostüm bespreche ich allerdings vorher im Detail mit ihm, was er will. Denn als ich Sonntagmorgen so fragte: „Wie stellst Du Dir die Eule denn vor?“ kamen ganz viele Detailideen, die ich überhaupt nicht mehr umsetzen konnte. Töt! Und das wird in jedem Falle phantasiereicher als ein gekaufter Superheld.

So. Genug geredet. Ich muß noch ein bißchen Fachliteratur schmökern.

Also entlasse ich Euch ganz old school in den Aschermittwoch – und ja, ich neige wenn schon, denn schon eher der Meenzer Fassenacht zu … die Kölner Mädels vom Stammtisch mögens mir verzeihen …