Am FREITAG!!!! erscheint der dritten und letzte Teil meines Buchs WINTERVERGNÜGEN. Zur Einstimmung hier die Begrüßung und der Hinweis, daß es diesen letzten Teil bis Samstag, 02.02.2013, 24 Uhr für 7 € bei mir zu bestellen gibt. Danach kann man das Buch natürlich auch immer noch kaufen. Allerdings gilt dann wieder der reguläre Preis.

 

Februar. Ein Monat der mir sonst durchgeht. Es ist lange genug dunkel und kalt gewesen. Deshalb hab ich keine Lust mehr auf Schal und Handschuhe und Winterstiefel. Ich will Sonnenschein und Tulpenblüte.

Aber es ist noch nicht soweit. Ist erst Februar. Manchmal frage ich mich, ob er deshalb nur 28, manchmal 29 Tage hat? Weil wir ihn länger nicht ertragen würden. Wenn mir als nüchterner Niedersächsin auch die organisierte Form von Massenfröhlichkeit im Karneval fremd ist, kann ich doch vollkommen nachvollziehen, daß man dem Winter mit Krach, Radau und Geistermasken den Weg zur Tür raus weisen will. Ist es wirklich immer noch Winter? Ja. Erst Februar.

Vielleicht haben die Blumenhändler auch deshalb den Heiligen Valentin ausgesucht: Jede Ablenkung ist recht. Ist es wirklich erst Februar?

Wartet man im Dezember sehnsüchtig auf den ersten Schnee, hat man im Februar für Neuschnee keinen Sinn mehr. Ausnahmen bestätigen da nur die Regel.

Was macht man also mit diesem ewigen Zweiten, in dem man vielleicht schon realisiert hat, daß man nicht alle guten Vorsätze halten kann? Man stellt sich und seine Welt auf den Kopf.

Ehe der Jahresanfangsschwung ganz verloren ist: Erklären wir den Februar zum Experiment. Er ist eh viel zu kurz, um ihn ernst zu nehmen. Wie wär’s? Wir fordern uns heraus. Wir gewöhnen uns um. Wir probieren ein neues Ich. Wir nehmen unsere Januarpläne und machen Ernst mit den Veränderungen.

Was der Februar vor allem lehrt? Alles, was wert ist, getan zu werden, wird man trotzdem tun müssen. Trotz der wintermüden, graugelaunten, frostgebeutelten Stimmung. Trotz der Schneewehen und der Eisglätte. Trotz der geplatzten Resolutionen und des schwindenden Optimismus. Obwohl von Krokussen noch keine Spur und Frühling nur eine vage Verheißung ist. Wer aufbrechen will, muß es trotzdem tun. Auch, wenn er sich dafür auf den Kopf stellen muß.

In diesem Sinne: Trotzdem viel Vergnügen.