Wie schon berichtet, hab ich als vorgezogene Frühjahrputzaktion meinen Kleiderscharank aufgeräumt. Ausgeräumt, trifft es eher. All die Sachen, die seit nun mehr zwei Jahren nicht mehr passen, sind im Koffer oder in der Änderungskiste gelandet. “Dress for the body you have now.” Ja, ja, Mr Gunn. Super statement.
Nun ist das Angebot an Hosen, Röcken und Oberteilen jenseits von selbstgestrickten Winterpullis übersichtlich. Um nicht zu sagen karg! Ich komm zwar bekleidet durch meine Tage (dress-up zwischen Heim, Spielplatz und Pilateskurs nicht lebensnotwendig) und ich werde auch nicht erfrieren, aber Freude macht das Anziehen alle Tage nicht.
Um der Aufräum-Aktion was Gutes abzugewinnen:
Ich hab eine glasklare Übersicht, was da ist und was fehlt. (Was fehlt sind vor allem Oberteile! Jede Menge schöner, maschinenwaschbarere, bewegungsfreudiger Oberteile.)
Ich könnte mich therotisch klamottentechnisch neu erfinden.
Mamas Neue Kleider, sozusagen.
Für wen kleide ich mich? Zur Zeit im Wesentlichen für mich. Meine “Arbeitskleidung” muß nur gut zu waschen sein, mich mit der Geschwindigkeit meines kleinen Entdeckers mithalten lassen und eben auch bei längeren Außenaufenthalten warm halten. Berufsbedingte Statusnummern sind im Moment nicht nötig.
Eigentlich gar keine schlechten Voraussetzungen oder?
Trotzdem trauere ich erstmal um meine alten Kleider.
Was brauche ich denn am Dringendsten? Oberteile, schon klar. Aber vorrangig brauch ich erstmal was, was mich die Freude am Anziehen wiederfinden läßt. Kleider, die weiblich, sinnlich, sexy sind. Kleider mit viel Stretch oder gleich aus Jersey und eingenähtem Frühlingsgefühl. Gleichwohl natürlich winterwarm. Und waschmaschinentauglich.
Und dann sollen sie mich – je nach Tagesform – bitte so aussehen lassen:
an diesen ‘don’t mess with me, busta’ Tagen
für die Tage, an denen ich das Gefühl hat, die ganze Welt starrt mich an und wartet nur darauf ihre Bewertungskärtchen zu ziehen (nicht das die Welt dazu Zeit hätte, but ya know what I mean) – impeccable, eben
Und dann ist da noch Ginger:
Einfach immer schnuckelig, selbst dann noch, wenn die Klamotte ganz nah an albern ist. Hier ist sie allerdings definitiv nicht albern. Aber weiß? Im Winter? Mit nem Kleinkind?
Dann doch lieber so’n kleines kariertes Kostüm, mit den passenden Accessoires!
Und so für na ihr wißt schon wann…




