Mama macht Sachen

Was getan ist, ist getan

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Hm, ja. Reichlich Stille diese Woche an dieser Stelle. Nicht ganz planmäßig.

Grund: Ich wollte endlich mal ein ‘schönes’ Photo von mir in meinen selbstgenähten Klamotten, aber leider spielte weder das Wetter noch die Arbeitszeit meines Göttergatten mit, noch hab ich mich so recht getraut mit Stativ und Selbstauslöser zu hantieren. So also ist der Stand der Dinge, was meinen guten Vorsatz BESSERE BILDER angeht. I’m working on it.

Was folgt? Ein kurzer Abriß der vor Weihnachten noch ausstehenden Projekte.

Geschenke:

Easy breezy Linen Shirt, nicht in Leinen sondern aus Papas Hemd recycled paßt und ist zwischen den Jahren ordentlich eingesaut worden. Sohnemann hat es gleich auf seinem geschenkten Bügelbrett noch mal aufgebügelt und ich hab’s ihm am nächsten Tag angezogen. Erwartungsgemäß keine Jubelstürme des Beschenkten, aber lobende Worte von Oma und Uroma.

Cranberry-Rock für Seeräuber-Jenny: Buchstäblich in letzter Minute am 29.12. fertig geworden. Bis Minuten vor unserer Abreise hab ich noch mit zwei Lagen Cordsamt und meiner Maschine um Knopflöcher gerungen. Und verloren. Auf der Fahrt zur Oma hab ich mich dann entschieden, die Biesters eben mit der Hand zu nähen. Wofür gibt’s schließlich bei youtube tausendundein tutorial? Aber dann kam der Mann zu meiner Rettung und schlug vor, die Knöpfe nur als Zierde anzubringen und Druckknöpfe zu verwenden. Davon hatte ich tatsächlich welche im Nähkasten. Yeah!

Schon als ich den Schleifenstreifen zuhause mit der Maschine nähte, dachte ich: ‘Der is abern büschen kurz und schmal.’ Aber wie das mit dieser schüchternen Stimme oft ist: Ich hab nicht drauf gehört. Was ich allerdings getan hab: Den restlichen Taft zu einem schmalen Schal genäht, mit der Absicht, mir damit eine  Schleife um den Hals zu binden. Wegen festlich und Weihnachten und so.

Ende vom Lied? Ich keine Schleife, Kleid große, barocke Schleife, Seeräuber-Jenny glücklich. Und ich hab noch einen 25cm Streifen für Gott weiß was.

Tannenbäume hab ich auch noch produziert und verschenkt und die sind auch gut angekommen. Am Besten haben mir ja die aus pink, gold, schwarzem Asia-Stoff gefallen (da sind Feuervögel drauf). Von dem Stöffchen sind nu nur noch Fetzen übrig.

Tja und dann sah ich am 22.12. bekümmert auf mein Strickkleid, das noch lange nicht fertig ist, und hatte für Weihnachten  g a r   n i c h t s  anzuziehen.

Auftritt schwarzer Wollstoff.

Reststück. Hatte ich am letzten Nähkursabend noch mitgenommen. Zusammen mit anderthalb Metern stahlblauem Jersey. Mann / Frau weiß ja nie …

Hin und her gerechnet, weil 75 x 140 cm nicht eben viel sind. Nicht noch einen geraden engen Rock gewollt und dann schließlich einen Faltenrock improvisiert. Bündchen oben mit zwei Lagen Ripsband gelöst. Saum unten mit hot pinkem Satinschrägband eingefaßt. Eine Nahttasche (o, wie ich die liebe!), und auf der anderen Seite ein Hosenhaken. Kein Reißverschlußgezicke. Und Abfahrt.

Gaaanz so einfach war’s nicht, aber doch ziemlich easy breezy. Einfacher als das Linen Shirt. En detail die Tage.

Ich bin jedenfalls auch nach mehrmaligem Tragen immer noch höchst begeistert. Brauche jetzt allerdings ein Oberteil in entsprechendem Pink. Und weil ich so begeistert bin von meinem ganz und gar selbstgemachten Rock, wollte ich ebensolche Photos.   _       _       _   Verzögerung.

Also nur ein müdes Selbstportrait, das die Falten fast verschluckt. Aaargh. Und ja, ich muß zum Friseur.

Next up auf meiner Nähliste: Beseitigung aller Leichen aus dem letzten Jahr.

Heißt: Mein Mantel und Männens Reisesakko werden wohl meinen Januar und Febrauar bestimmen.

Weshalb ich gestern noch schnell ein weiteres Fledermausarmshirt aus besagtem Jersey (Frau weiß eben nie, wann sie mal eben noch so eins nähen will) zugeschnitten und genäht habe. Fehlen noch Ausschnittblende und Ärmelsäume und die S C H L E I F E.  Sollte also morgen fertig sein. (Hust, hust.)

Und dann geht’s an meine ‘Kollektion’ für Frühjahr / Sommer 2012, denn mit diesem ich-näh-jetzt-mal-worauf-ich-Lust-hab-und-wofür-Stoff-da-ist hates heuer ein Ende. Ich hab – schwersten Herzens – meine ganzen lieblichen Klamotten in den Größen 40  und 42 aus dem Schrank geräumt und nun wirklich nicht mehr viel anzuziehen. Lauter nette Solitäre nützen nix, wo eine ganze Gaderobe verschwunden ist. Deshalb nähe ich dieses Jahr mit Plan. Und geh montags wieder zum Pilates.

Und gleich erstmal Stoff kaufen. Freude. Jubel. Tanzt ins off.

 

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