Mama macht Sachen

22. Mai 2013
von alex1
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Me.Made.Mittwoch: Lieblingsrock

Was soll ich sagen? Ich liebe diesen Rock. Und hab ihn auch jeden dritten Tag spätestens wieder an. Pink ist nämlich eine neutrale Farbe, wenn Ihr mich fragt. Und das Wetter will ja immer noch nicht zu warm für Wollröcke werden. Tja, ziehe ich also weiterhin ne Leggings drunter und meine heißgeliebten, nicht mehr ganz so neuen Stiefeletten dazu an und fertig ist ein bequemer, aber bürotauglicher look.

Mittlerweile hab ich noch genau einen gekauften Rock, der paßt und ganz selten mal angezogen wird. Ansonsten sind alle meine Röcke selbstgemacht. Und beim Rock nähen bin ich mittlerweile ganz schön schnell.

Aber der Star dieses outfits ist ganz eindeutig das Tuch. Nicht me-made. Aber aus Frankreich. Yeah, who would have thought, right?

Also: Wenn der MeMadeMay mir bis jetzt eines gezeigt hat, dann das Bleistiftrock, Pulli und auffälliges Tuch genau mein Ding sind, zur Zeit. Je nach Lust und Laufpensum dann entweder mit flachen oder mit hochhackigen Schuhen.

Naja, und außerdem fällt mir jeden Morgen wieder auf, daß ich echt Oberteile nähen muß. Denn da stagniert die Zahl bei vier. Und der Rest, der im Schrank hängt, paßt irgendwie nicht mehr richtig. – Also weder Blusen, noch Jackets. Da muß ich ran. Genau.

Aber bis es soweit ist, nehm ich mir fast jeden Morgen einen meiner Röcke und bin ganz happy mit ihnen.

Andere schicke, alltagstaugliche und gern getragene selbstgemachte Kleidung heute wieder hier.

So, dann seht Ihr jetzt auch mal die andere Hälfte der Photowand.

20. Mai 2013
von alex1
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Himmelfahrtskommando: B-Premiere

Hallo allerseits. Da sind wir noch mal.

Sinn und Zweck des Himmelfahrtskommandos war es, in sehr kurzer Zeit das Sahneschnittchen für Frühjahr und Sommer zu nähen. Sinn des Himmelfahrtskommandos war es nicht, eine weitere Leiche im “War-wohl-nix-Korb” zu produzieren. Und deshalb gibt’s heute eine weitere Parade, für alle die, die jetzt erst fertig geworden sind. Wichtig ist dabei nicht das jetzt erst sondern das FERTIG GEWORDEN.

Applaus also bitte für die schönen Teile, die wir heute noch zu sehen bekommen. Und auch Euch Nachzüglern herzlichen Dank fürs Mitmachen.

Ich kann mich heute tatsächlich mal entspannt zurücklehnen und nur zugucken. Was mich freut. Genauso freut mich mein Mantel, den ich seit Fertigstellung bis gestern an jedem Tag anhatte (ja, das Früglingswetter läßt zu wünschen übrig). Das war ein Kleidungsstück, das ich dringend brauchte. UND: Es gefällt mir super gut. Und darum lohnt sich der Kampf mit dem Materialien, dem Schnitt, dem eigenen Können immer wieder.

Bring it on, girls!



16. Mai 2013
von alex1
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Me Made May 2013: The first 15 days

O my, I did mean to blog more but then I had a challenge to sew. Which I did. La Veste Pavot est fini. And it promptly upped my quota. Since last Thursday I’ve been wearing two hand made items daily. That’s what a wonderful coat does to you.

I also skipped two days. One: I wore a hospital gown. Two: I just threw on the most comfortable item in my closet for a seven hour drive in the car. And knit dresses I have yet to work up the courage to try my hands on. Other than that my days went rather smoothly in terms of dressing. In terms of taking pictures: not so much. Some days it seems I just cannot be bothered with having a camera pointed at me. That’s life, right?

So here comes what’s been captured on camera.

Self drafted grey linen skirt, new shoes.

Self-drafted gingham skirt with velvet ribbon and very big black buttons

First ever T-Shirt I sewed. Dolman-sleeves, drafted from my last surviving 80s shirt.

Said skirt. On a very warm day.

First piece of the MeMadeMay Sewing Challenge done! New coat tested in unfriendly French weather. Veste Pavot by Deer & Doe.

New skirt au bord de la Seine.

Hand made coat and hand made skirt. Kind of seems like I’m a pencil skirt and sweater girl. About right.

Occasionally I wear a circle skirt, especially when fabric can be had on the cheap at Ikea. Oh and: Real Charles Jourdan shoes for 30 bucks? I’m not that blonde, I ain’t.

Green pencil skirt seen before; brand new scarf. And a sweater, yes.

So, that’s May so far. One item sewn that was on my list. Another item sewn that wasn’t. The coat was needed. The skirt is comfy and versatile. Now onto the tops.

 

15. Mai 2013
von alex1
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Himmelfahrtskommando – Post Mortem

So, da bin ich wieder. Ich wäre ja doch ein paar Tage länger noch geblieben, aber aber …

Heute abend (Dienstag) nun endlich mal Zeit, mich durch alle fertigen Kleider zu klicken. Bis Meldung 33 bin ich gekommen. Ab 34 schaue ich mir morgen an. Eins aber ist jetzt schon mal glasklar: Ich bin unglaublich stolz auf Euch alle. Okay, und auf Steffi und mich auch ein bißchen. Das war wirklich eine knappe Zeit und fast jeder von uns sind irgendwann Hindernisse begegnet, die sonst schon mal zu UFOs führen. Aber: wir haben uns durchgebissen.

Was mich auch total begeistert, sind die vielen unterschiedlichen Stile, denen frau begegnet, wenn sie sich durch unsere Beiträge bewegt: da gibt es sportlich und kess und vintage und sehr clean und sehr verspielt und klassisch und modern und militärisch und so ungefähr jede Farbe dazwischen. Wie großartig ist das denn bitte?

Ich hoffe, daß auch die, die besonders hartnäckig mit ihrem Stück gerungen haben, es mittlerweile lieb gewonnen haben. Ich war ja vorigen Mittwoch so weit, meinen Mantel anzünden zu wollen. Mittlerweile liebe ich ihn. Und sage zum allerersten Mal ganz offensiv: “Guck mal: Hab ich selbst gemacht.”

Leider sind uns ja doch eine ganze Menge Teilnehmerinnen abhanden gekommen. Ich möchte aber nicht schuld sein an einer weiteren Leiche im Korb. Deshalb locke ich jetzt mal mit der B-Premiere. Das ist im Musiktheater die Premiere mit der Zweitbesetzung. Und doch oft die bessere. Weil die ‘Zweitbesetzung’ nämlich bißchen angepißt ist, daß sie nicht die Erstbestezung war. In diesem Sinne werfe ich also allen bis jetzt unvollendeten Projekten des Himmelfahrtkommandos den Fehdehandschuh hin und fordere Euch auf, auf Pfingstmontag hier in fertiger Form zu erscheinen. Jawohl, ja. Das tue ich.

Und jetzt gibt’s die versprochenen Strandphotos. Allerdings war’s da so kalt, daß ich das nicht mehr fertiggestellte Futter schmerzlich vermißt hab (und irgendwann dem Mann den Bogner-Fleecepulli gemopst hab). Hier also La Veste Pavot, in ihrem natürlichen Habitat.

A la plage à Ouistreham – windig, kalt, aber hey, einmal mit den Füßen ins Meer muß einfach sein.

Mein dauergetragenes Lieblingstuch paßt übrigens auch zum Mantel.

Mit passendem Rock und Dino in Villers.

Von hinten – und ja, ich hatte andere Schuhe mit, aber die Stiefeletten sind so verdammt bequem, wenn man dreijährigen Ausreißern nachjagt.

Sonntags auf dem Markt von Caen beim Stoff kaufen. Der Flanell war dem Mann zu langweilig.

Und aufgerüscht zur Soirée dansante in Verson.

Je länger ich die Bilder angucke, desto besser gefällt mir der Kragen. Das ist ja schon der zweite. Den hab ich dann auch glatt eineinhalb Zentimeter breiter gemacht. Und so gefällt er mir noch einen Ticken besser. Und auch das Volumenvlies – ganz dünn – das ich eingebügelt hab, war eine gute Wahl. Die geflickte Stelle sieht man nur, wenn ich mit der Nase drauf stoße. Die Materialkosten werden sich noch verringern. 130 Euro hab ich bezahlt. Und dafür nun einen Mantel und einen Rock und es ist locker noch genug Stoff für eine Weste da. Drei Kleidungsstücke zu dem Kurs finde ich dann mehr als okay. Und der Schnitt wird in der Kurzform definitiv noch mal zum Einsatz kommen. Alles schick also, en fin.

Und als allerletztes nun: Herzlichen Dank fürs Mitmachen. Ohne diese Wahnsinnsaktion hätte ich sicher keinen neuen Mantel. Wie bitter nötig der war, zeigt die Tatsache, daß ich ihn seit letzten Donnerstag jeden Tag anhatte. Es war mir eine Ehre, mit Euch nähen zu dürfen. A la prochaine.

 

 

9. Mai 2013
von alex1
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Himmelfahrtskommando: Der längste Tag

In freier Anlehnung an Edmund Hilary: I topped that bastard off. Ich bin aber auch versucht, Shakespeare zu zitieren: “If it were done, when it is done, than it were better if it were done quickly.” Das ist aus Macbeth und manchmal habe ich mich in den letzten tagen wirklich gefragt, ob mein Mantel verhext ist.

Also vorweg: Er ist fertig – aber ungefüttert. Ich kann ihn also in weniger als sechs Stunden mit ins Auto nehmen. Allerdings ist das nun die dritte Nachschicht – und fertig gepackt hab ich noch nicht.

Deshalb nur in Kürze und mit unschönen Kunstlicht – Bügel-Photos. Ihr wollte gerade nicht mein Gesicht sehen, glaubt mir.

Nachdem ich heute früher vom Abendtermin zurück war als erwartet und ja auch nur noch die Knöpfe anzunähen waren, habe ich mir mit dem Besuch ein, zwei Gläser Prosecco gegönnt, bevor ich an die Arbeit ging. Und natürlich prompt mal wieder gemeint, ich wüßte es besser. Also obverstes Knopfloch nicht mit zwei Nadeln gesichert vorm Aufschneiden. Ihr ahnt, was kommt? Right you are. Schöner fetter Riß bis fast zum zweiten Knopfloch. Gefolgt von total untalentierter reperatur. Mit dem Ergebnis, daß das Knopfloch zu klein wurde. Also einen der kleineren Knöpfe, die ich eigentlich so als Garnitur für hinten gedacht hatte, genommen. Und damit es aussieht wie Absicht, den anderen ans Ende der Knopfleiste gesetzt.

Das Kragendrama hab ich ja im letzten post angerissen, äh, ausgerissen trifft es eher. Und so ging’s immer weiter. Jedes Mal, wenn ich dachte: Das noch und dann bin ich fertig, passierte wieder was Blödes.

Aber gut. Ohne weiteres Gejammer: mein Mantel ist tragbar. Die Wettervorhersage läßt ihn auch nützlich erscheinen und ich bin froh, daß ich das Himmelfahrtskommando hatte, um bei der Stange zu bleiben. Sonst hätte ich die Brocken längst hingeschmissen.

Ausführlicher und mit schöneren Photos ( so ich im Mantel am Strand), wenn ich wieder da bin. Euch allen wünsche ich heute eine wunderbare Parade bei Steffi. Ich bin ja so gespannt auf alle Eure Kleider. Glückwunsch und Tusch und Korkenknall. Das haben wir uns echt verdient.

 

5. Mai 2013
von alex1
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Himmelfahrtskommando: Flexible Response

Da sind wir wieder. Meine Abreise und unser aller Finale rückt näher. Wie sieht’s bei Euch aus? Waren die Nähgötter hold oder hat das Leben gnadenlos zugeschlagen, wie es das immer gerne tut, wenn man sich was vorgenommen hat?

Was ich bei diesem Sew-Along einmal mehr gelernt habe (komisch, die wichtigen Lektionen muß man offensichtlich mehrfach lernen), ist dies: Alles, was wert ist getan zu werden, wird man TROTZ_DEM tun müssen. Es wird sich so gut wie immer etwas in den Weg stellen. Freien Durchmarsch bis zum Ziel zu erwarten, ist also gar nicht sinnvoll.

Und da sind wir schon mittendrin im heutigen Schwerpunkt: flexible response. Wie ist die Lage? Was bleibt zu tun? Und ist das auf konventionellem Wege noch möglich? Wenn nicht, was dann?

Hier bleibt Folgendes zu tun (Stand: Samstagabend, 21:00 Uhr):

Zweite Knopfleiste und Kragen annähen.

Knopflöcher nähen und Knöpfe annähen (Letzteres ginge zur Not noch im Auto. Ist ja doch ne ganz schöne Strecke und wir sind vier Fahrer, die sich abwechseln können.)

Ärmel nähen und einsetzen.

Säumen.

Und, wenn ich das wirklich noch versuchen will, vor Abfahrt:

Futter einnähen.

Gerade bin ich angesichts der recherchierten Temperaturen sehr versucht zu sagen: Ich näh lieber noch den passenden Rock fertig (Saum, Bund), als das ich mich noch mit dem Füttern auseinandersetze. Aber ich warte einfach mal die Ergebnisse des morgigen Tages ab.

Insgesamt bin ich (noch) zuversichtlich, weil es bis jetzt, wenn ich denn zum Nähen kam, flott voran ging. Erstens sind die Arbeitsschritte bei meinem jetztigen Wissensstand relativ übersichtlich (trotz der eher spärlichen Anleitung), zweitens macht der Stoff keine Mucken. Nur etwas unwendig wird’s jetzt langsam, wo so alles aneinanderhängt und man gegen die Eigenbewegung eines großen Stoffstückes kämpft. Selbst mein Materialexperiment mit dem Volumenvlies für den Kragen scheint zu funktionieren. Gebügelt sieht er jedenfalls schon mal toll aus. Aber er ist noch nicht am Mantel.

Realistisch hab ich noch heute, sowie Montag- und Dienstagabend. Mittwoch muß ich abends arbeiten und dementsprechend morgens packen, denn am Donnerstag geht’s um sieben los.

(Die ersten Leser müssen leider wieder mal mit einem post ohne Bilder Vorlieb nehmen. Vor lauter nähen, kochen, Wäsche machen und arbeiten bin ich wieder nicht zum Dokumentieren gekommen. Photos werden aber im Laufe des Tages nachgereicht.)

Korrektur: Sonntagmittag, 14 Uhr: eigentlich wollte ich längst bei den Ärmeln sein. Aber nachdem ich die Belege fixiert hatte und den Kragen noch mal in Form bügeln wollte, mußte ich leider feststellen, daß ich auf ganzer Länge die Nahtzugabe für diesen fiesen Stoff zu kurz zurück geschnitten habe. F***! Also: neuen Kragen nähen und den Ganzen Schamott noch mal auftrennen.

So, jetzt zu Euch. Was geht noch? Was ist schon fertig? Knallen schon irgendwo die Champagnerkorken? Habt Ihr Euch auch unterwegs von kleinen Seitenprojekten ablenken lassen? Braucht jemand Hilfe oder nen doppelten Espresso? Wie sieht’s aus, Mädels?


1. Mai 2013
von alex1
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Samstags mit Alex – heute mal am Mittwoch

Hallo und herzlich willkommen in diesem sonnigen ersten Mai. Wie es sich für einen echten Tag der Arbeit gehört, werde ich mich fleißig an die Madchine setzen und dem Ethos der Handarbeit frönen.

Und da ich gestern Abend ein Fußballspiel hören, nicht aber sehen konnte, dachte cih, ich laß Euch heute mal wieder mitlesen, während ich nähe.

Es ist jetzt viertel nach zehn. Das Frühstück ist abgeräumt, die Mschine steht und vier erste Nähte zwecks Einkräuselung sind schon gezogen. Das Kind spielt im Wohnzimmer, der Mann duscht und beide verschwinden gleich aufs Wasser. Was schön ist und auch nicht so schön. Denn bei diesem Wetterchen da draußen würde ich schon ganz gerne mitpaddeln. Wofür mein Arm sich sicher bedanken würde. ;-)

Einkräuseln? Wer Pavot genäht hat, kratzt sich jetzt vielleicht am Kopf. Ist sie schon bei den Ärmeln? Nein, bin ich nicht. Ich habe nur, trotz genauestem Ausmessen, genau wie beim Probeteil zwei unterschiedlich breite Rückenteile am Ober- und Unterteil. Und ich hab keine Lust, da noch mal zu trennen. Also kräusele ich jetzt den ‘Rock’ ganz leicht ein, um die eineinhalb Zentimeter Unterschied unter zu bringen und die Seitennähte trotzdem aufeinander treffen zu lassen.

So, ich geh jetzt an die Arbeit und Ihr dürft wie immer in den Kommentaren mitreden. Wie beim Mobilatfantalk, sozusagen. ;-)

11.30 Uhr: Die Männer sind endlich weg. Und ich habe mittlerweile den ‘Rock’ am Taillenbund und zwei Cake-Schnittmuster als .pdf bei etsy gekauft. ;-) Jetzt in Ruhe eine Tasse Tee und dann – o Schreck, muß ich endlich mal meinen zweiten Stoff waschen. Per hand, no less. Deshalb ist das auch immer noch nicht passiert. Un während der trocknet, schneide ich dann mal das Futter zu. Und die Ärmel.

Hm, ganz schön schwer, der Mantel. Und an den Schultern ist irgendwas komisch. Aber bevor ich da noch was ändere, muß ich mich erstmal ordentlich anziehen, um den Sitz noch mal richtig zu überprüfen. Das kommt von Nähen im Schlafanzug. ;-)

12.26 Uhr: Tralllala. Ich hab tatsächlich genug Stoff für nen Rock über. Tschakka. Und den zweiten Stoff hab ich jetzt einfach in die Maschine gesteckt. No risk, no fun. Ne gute Miele solle ja schließlich auch ganz zart sein können. ;-)

13.35 Uhr: Mittlerweile gewaschen, Beine in Sommerzustand versetzt und für den MeMadeMay angezogen. Wobei ich mittlerweile fast jeden Tag einen selbstgemachten Rock anhabe. Ach ja, aus dem Mantelstoff hab ich auch gleich noch einen Rock zugeschnitten. So kann’s gehen. Nun werde ich mal meine neuen Treterchen aus ihrem Karton holen und ein Photo für den MeMadeMay schießen und dann geht’s weiter mit der Arbeit.

 

1. Outfit MeMadeMay 2013 – selbstgenähter Leinenrock, der mich aus unverständlichen Gründen unglaubliche Nerven gekostet hat, trotzdem seit letztem Jahr gerne und oft getragen wurde (auch im Winter)und dringend enger gemacht werden müßte. Dazu uralt Pulli und brandneue Wonder Shoes. Ich habe es nicht für möglich gehalten, aber es gibt tatsächlich Plateauschuhe, die bequem sind und in denen ich laufen kann.

14.38 Uhr: Vorderteil des Rocks ist genäht. ;-) Jetzt ‘schnell’ den Reißverschluß rein.

16.02 Uhr: Die Männer sind zwischenzeitlich kurz eingefallen, haben Brot, Brokkoli und Fleischwurst verschlungen und sind wieder los. Dem Rock fehlt jetzt ein Bund, ein Saum und die Kanten müssen noch versäubert werden. Der Stoff für Kragen und Knopfleiste trocknet noch immer vor sich hin.

18.00 Uhr: Rock versäubert. Kragenstoff trocken. Cannelloni im Ofen. Tisch gedackt. Die Männer könnten zum Essen kommen. Bis sie da sind, gönn ich mir jetzt mal einen Apperitif und schreib schon mal eine Einkaufsliste für den Großeinkauf bei Cora, nächsten Samstag.

21.25 Uhr: Feierabend. Noch ein bißchen Fußball gucken und dann schlafen gehen. Der Rocjk ist zwar noch nicht ganz fertig, aber nach dem ersten Vorführen vorhin hab ich ganz vergessen ihn auszuziehen und hab ihn selbstvergessen schon ne gute Stunde getragen. Ich denke, wir werden gute Freunde werden. Und so wie’s aussieht, kriege ich aus dem zweiten Stoff für Kragen und Blende garantiert noch ein Oberteil gezaubert. Damit hätte ich dann für 130 Euro Materialkosten drei Kleidungsstücke und das finde ich wirklich einen guten Kurs. Good night and good luck. (Ach ja: Geht zur Hautkrebsvorsorge. ALLE! Sonst poste ich Euch demnächst ein Photo von der verdammt tiefen Kerbe in meinem Arm.)

 

30. April 2013
von alex1
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Me Made May 2013 – I’m in!

(English speaking readers: Please scroll down. eÉnglish text down there.)

Als ob ich nicht schon genug auf meinem Teller hätte … aber: der letzte Me Made May war nähtechnisch mein produktivster Monat nach Dezember. Und mein ICH-HAB-ÜBERHAUPT-KEINE-OBERTEILE-PROBLEM ist noch immer nicht gelöst.

Grund genug also mich trotz noch nicht beendeter Himmelfahrtsherausforderung auf eine weitere Challenge einzulassen.

Da ich aber beim Himmelfahrtskommando schon schmerzlich merke, daß arbeiten und nähen und wirklich tiefsinnige blog-Texte schreiben für mich nicht wirklich zusammen geht, werde ich mich, was den MMMay angeht, auf einen wöchentlichen post auf Englisch beschränken.

So, also, sieht meine Herausforderung für den MeMadeMay aus:

Ich werde jeden Tag des Monats Mai mindestens ein selbstgemachtes Kleidungsstück tragen. Zusätzlich werde ich im Verlaufe des Monats meinen Mantel fertigstellen, meinen angefangenen Bouclé-Rock fertig nähen, meinem Mann ein Geburtstagshemd nähen und für mich selbst mindestens zwei, von Mia Rizzo inspirierte Versionen von Sencha nähen.

Puh! Ich schwitze jetzt schon. Aber wie sagte schon Beckett? Schöner scheitern.

So, yes, I’m in.

Not that there isn’t enough on my plate already. Large sewing challenge deadline looming next Thursday. Still, MeMadeMay2012 was the second most productive month sewing-wise last year. And I still need T O P S!

So, this is my pledge:

I, Alexandra Gerull of mamamachtsachen.de, sign up as a participant of MeMadeMay 2013. I endeavour to wear at least one me made item of clothing each day for the duration of May 2013. In addition, I pledge to finish my coat, that darn skirt, and two versions of Colette’s Sencha, that are worthy of Mia Rizzo. Oh, yes, and a birthday shirt for the hubby as well.

28. April 2013
von alex1
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Himmelfahrtskommando: Lagebesprechung

Es geht voran! Jawoll, ja.

Zwar habe ich diese Woche mehr Kuchen gebackenund Gäste bewirtet als genäht:

(ohne Photo: Philadelphiatorte und Mascarpone-Himbeer-Biskuit)

Da seit Mittwoch die Oma aber unterstützend eingegriffen hat, hatte ich tatsächlich einen ruhigen Abend zum Nähen und das ist das Ergebnis: Oberteil zugeschnitten und genäht. Ratzifatzi in drei Stunden.

Ich bin also sehr guter Dinge, daß ich den Mantel doch fertig bekomme. Jedenfalls werde ich mich die nächsten drei Abende hinsetzen und ordentlich was dran machen. Dann hoffe ich, daß nach nochmaligem Armaufschneiden am Donnerstag selber spätestens Samstag wieder einsetzbar ist. Damit ich weitermachen kann.

Bis jetzt haben sich keine unlösbaren Probleme aufgetan. Noch sehen die Schultern zu breit aus, aber wenn ich auf jeder Seite noch mal die vorgesehenen 1,5 cm Nahtzugabe abziehe, bin ich genau bei meinen 11 cm Schulterbreite. Das sollte also hinhauen. Etwas verwirrt hat mich, daß die 46 über dem Busen so ungeheuer viel Weite hat. Da hab ich deutlich mehr Nahtzugabe genommen, als vorgesehen. Dafür mußte ich über Taille und Bauch sowohl an der Seite als auch in der Prinzeßnaht was zugeben. Was ich aber erwartet hatte.

Insgesamt geht das Nähen wirklich fix. Mein Stoff macht auch keinen Ärger. Mit Einlage ist er recht fest. Obenherum finde ich das ganz gut, ich bin mir aber nicht mehr sooo sicher, ob ich das ‘Unterteil’  auch unterbügel will/soll. Naja, da hab ich ja noch bis morgen Abend Zeit drüber zu meditieren.

Ich hab mich gegen das vorgeschriebenen Topstitching entschieden. Ich mochte die cleane Optik des Rückenteils so, daß ich dachte, das versaue ich jetzt mal nicht mit krummen Zierstichen. Also eine Arbeitsgang gespart. Bis jetzt fehlt’s mir nicht. vermutlich werde ich aber Knopfleiste und Kragen aus dem Kontraststoff machen. Heute jedenfalls ist mir danach. ;-)

Nach dem einen erfolgreichen Nähabend hab ich natürlich gleich wieder phantasiert, was ich denn noch alles Schönes nähen und mit nach Frankreich nehmen könnte. Selfdelusion. Das kann ich ganz toll.

Heute von hier jedenfalls sieht die Lage nicht hoffnungslos aus und ich hab auch nicht das Gefühl, stärkere Geschütze auffahren zu müssen. Nur eben dranbleiben muß ich, egal was die kommende Woche mir wieder alles in den Weg wirft.

Wie die Lage in den anderen Projekten aussieht, könnt Ihr heute bei Steffi nachschauen, die sammelt den Stand der Dinge. Ich geh mich jetzt waschen und feiere dann noch mal Sohnemanns Geburtstag.

Das Leben ist zu kurz, um eine Torte auszulassen.

21. April 2013
von alex1
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Himmelfahrtskommando: Offensive!

Es geht los!

Also, ich hoffe, es ging für Euch los.

Ich hoffe,  daß die ersten Näherfahrungen mit Euren Sahneschnittchen positiv waren und wenn sich in den ersten Arbeitsschritten Probleme zeigten, diese leicht zu beheben waren. Ich hoffe auch sehr, daß wir niemanden mehr verlieren heute. Das wäre echt schade. Ehe irgendjemand die Flinte ins Korn wirft, stellt doch bitte Euer Problem noch vor. Sicher findet der versammelte Nähverstand eine Lösung.

Für alle, bei denen es wie bei mir nicht so richtig losging: Jetzt aber! Attacke!! Verzögerungen kommen immer mal vor. Davon lassen wir uns aber nicht aus der Bahn werfen. Vielmehr werden wir diese Woche unseren Groove finden und am nächsten Sonntag ganz vorne mit dabei sein. ;-)

Idealerweise sollte frau wohl als Vortänzerin bei einem sew-along auch Avantgarde sein, was die Nähleistung betrifft. Ich hatte auch die besten Absichten, aber bekanntlich ist mit denen die Straße in die Hölle gepflastert.

Mit anderen Worten: In der vergangenen Woche hab ich durchaus genäht, eigentlich bis vor fünf Minuten. Ich hab nämlich erstmal eine arg bedrückende Leiche fertiggestellt und dann das Geburtstags-Shirt für den kleinen Menschen. Und ja, bis auf die Knopfleiste ist auch mein Probeteil genäht und für okay befunden. ABER: Natürlich wollte ich hier heute  mit ner ersten gehefteten Version aus dem Orginalstoff antreten. Hab ich aber nicht hingekriegt, dazu fraßen zu viele andere Dinge (unter anderem ein lädierter Arm und ein krankes Kind) in meine Zeit.

Mir bleibt heute nicht viel mehr übrig, als mich auf andere Frontberichterstattungen zu freuen und allen, die wie ich hinter ihrem Plan herhinken, zurufen: “Können wir das schaffen? Jo, wir schaffen das.” Genau, das war Bob und hier gleich Barack hinterher: “Yes, we can.”

Und so ein bißchen Mucke zum Anfeuern ist nie falsch.