Dressmakers’ Ball – Der Pott goes Glam

Aufgepaßt! Für alle Kurzentschlossenen! Nur heute, am 06.03.2015, gibt's noch mal 15 Karten für den Dressmakers' Ball zu 69€ pro Karte. Wer dann nicht versorgt ist, muß bis zum nächsten Mal warten! Also: email an dressmakersball@gmail.com und dabei sein.

Channel this: Dita von Teese

Dita als Stylepatin Channel this

“Glamour is artifice. Glamour is about weaving a web of magic.”

Als ich das erste Mal über Dita von Teese stolperte, vermutlich in einer InStyle, war sie mit Marilyn Manson verheiratet und meine Reaktion war so was wie: “Was für Freaks.” Nichtsdestotrotz blieb mein Blick in den folgenden Jahren in jeder Modezeitschrift, in der sie auftauchte, an ihr hängen. Denn ihre exaltierten Retro-Styles hatten es mir angetan.

Bis auf die Eurovisions-Nummer hab ich bis heute keinen ihrer Burlesque-Auftritte gesehen, aber in der Recherche zu diesem Artikel hab ich mich jetzt fast einen ganzen Morgen in Interviews festgeguckt. Und da sagt sie auf sehr unaufgeregte, souveräne Weise eine Menge kluger, spannender Sachen, finde ich.

Hier, zum Beispiel.

Bei der Bilderrecherche stellte ich fest, daß ich sie fast noch umwerfender finde, wenn die Retro-Pin-up-Ästhetik einer gewissen Relaxedheit weicht, aber der grundlegenden Vorstellung, daß Ausstrahlung, Allüre, Glamour etwas ist, was “mach-bar” ist, keine mytische Qualität, die Frau hat oder nicht, finde ich sehr spannend.

Noch spannender ist natürlich ihr Spiel mit Andeuten, Zeigen und Zugriff verweigern. Über alles, was mir heute morgen über Kleidung, Erotik und Sexiness durch den Kopf ging, kann ich schon wieder einen eigenen Post schreiben.

Es wird also aufregend dies mal. Vielleicht sogar ein bißchen risqué? Ich bin gespannt auf Eure Dita-inspirierten looks am 24.04..

 

Channel this – Ausgabe 2: 40s Cowgirls

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O! My! Goodness!

I’m so not cowgirl!

Was mir vorschwebte: Ne hochgeschnittenen Jeans mit nem sehr geraden Bein (Eben so wie die, die im Schrank ganz hinten liegt und nicht mehr paßt, vermutlich NIE mehr passen wird). Ein gutsitzendes, kariertes Flanellhemd (ich hänge zuhause so gerne in nem alten Hemd von meinem Mann rum). Und meine “Cowboy-Boots”. Vielleicht noch ein Bandana.

Alas: Ich hab ja nicht mal mehr ne richtige Jeans. (Ich wollte sogar eine kaufen gehen. Aber die hiesigen Kaufhäuser halten ja alle nur noch diese dünnen, lapprigen, mit extrem viel Stretch versehenen Dinger vorrätig. Das hat  mit ner Jeans nichts mehr zu tun! )

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Also hab ich einen uralten Jeansrock rausgekramt. Und die Vögelchen-Bluse, denn die “Cowgirl”-Bluse ist immer noch nicht fertig genäht. Und natürlich meine “Cowboy”-Stiefel. Und drölfzig andere Kleidungsstücke auch noch.

Das Ergebnis finde ich höchst alltagstauglich, wenn auch der Rock etwas kneift. Aber es hat nicht die Coolness, den unangestrengt lässigen look von wirklich abgetragenen Jeanssachen. Mein Ensemble ist dafür viel zu cute.

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Nicht mal bei der Musikauswahl zum Photographieren konnte ich mich auf irgendwas Western-haftes einlassen. Nach 20 dämlichen Photos mußte ich  auf All that Jazz und Nowadays aus Chicago zurückgreifen. Für clean-scrubbed, Western Cool fehlt mir die Körperlichkeit (sagte ich, daß ich mit Pferden nichts anfangen kann?), Jazzhands sind dagegen second nature. Wieder was gelernt.

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So, jetzt bin ich gespannt auf Stylings, die dem Spirit des Originals  näher kommen als meins.

Verlinken Sie bitte jetzt!

 

Dressmakers’ Ball – So war’s!

Hach.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Der Ball hat mir ja schon einige schlaflose Nächte bereitet. Die letzte davon würde ich jeder Zeit wiederholen. Und wenn ich mal das Steh- bzw. Sitzvermögen der meisten Gäste als Maß nehme – um halb vier hab ich das letzte Dutzend rausgeschmissen – dann ging es denen ähnlich.

Jedes Fest ist überhaupt nur so toll, wie seine Gäste und die Gäste des Dressmakers’ Ball waren ganz besondere. Ich war noch während meiner eigentlich sorgsam ausgearbeiteten Eröffnungsansprache (ähem, das üben wir noch mal), total geflashed von der unglaublichen Vielfalt der Kleider und Outfits. Die Damen alle in selbstgemachter Robe – so viele, so unterschiedliche Interpretationen von Glamour und alle auf ihre je eigene Art bezaubernd. Einfach wundervoll! Die Herren waren aber nicht weniger individuell: vom klassischem Smoking über Kilt bis zum selbstgenähten hellen Anzug mit Jacquard-Weste alles dabei.

Ganz großes Kino.

Ein bißchen war es wie auf meiner Hochzeit: vieles ist an diesem Abend an mir vorbei gerauscht und ich bin froh um die Fotos (Danke, Philip! Danke, Carsten!), denn die haben mich gestern und heute noch Vieles im Nachhinein erleben lassen. Es liegt in der Natur der Sache, daß so ein Fest vergänglich ist, aber ich hatte immer wieder im Laufe des Abends das Gefühl, den Augenblick festhalten zu wollen.

Es war toll, wieder mal Menschen tatsächlich kennen zu lernen, die man bis dahin nur vom Blog- oder Kommentarelesen kannte. Und wie schon bei der anNÄHerung stellte ich fest, daß der Blogeindruck nicht trügt, der Mensch in Realität aber immer noch spannender ist.

Vielleicht ist die Gastgeberinnen-Perspektive auch nicht die richtige, um den Abend zu beschreiben, denn frau ist  in so einem gespaltenen Bewußtsein: immer mit einem Auge dabei zu schauen, ob auch alles läuft. So richtig eintauchen konnte ich nur in einigen Momenten. Je später der Abend, desto entspannter die Gastgeberin, würde ich sagen.

Aber es lief alles. Ist jedenfalls mein Eindruck gewesen. Die Gäste waren am Anfang ähnlich aufgeregt wie ich. Trotzdem fremdelte niemand lange. Ein bißchen mehr hätte getanzt werden können, aber dazu waren die Gespräche zu spannend.

Das Stoffstreicheln auch. Die böse, böse Nähszene hatte ihre Schatzkammern weit geöffnet und so Schätzchen dabei wie Triple Organza, Glasspitze, Seidenprints … noch mal hach … Mit Frauen, die man nur über ihren blog kannte, vor einem Berg  Stoffe stehen und aus dem Stand Kleiderideen spinnen … es gibt fast nichts Besseres.

Auch der ausgestellten Bernina-Fuhrpark ließ die NähNerd-Herzen höher schlagen. Und die Beratung war ausführlich. Der Fotograf der Lokalzeitung fragte angesichts der “Hochleistungsnäh- und Stickcomputer”( ich darf das so sagen, oder?) leicht verunsichert: “Und das sind Nähmaschinen?”. Äh, ja!

Danke Bernina! Danke Nähszene! Ohne Ihre Unterstützung wäre mir der Ball sehr teuer gekommen.

Danke auch an Jenny, Laura und Ella, die mich beim Dekorieren und an der Abendkasse tatkräftig unterstützt haben! Das hat meinen Tag um Einiges leichter gemacht.

Aber jetzt genug Worte, ich weiß, Ihr wollt Bilder sehen.

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Ruhe vor dem "Sturm!"

Ruhe vor dem “Sturm!”

 

Die ersten Gäste sind da!

Die ersten Gäste sind da!

 

Stoffzwillinge!

Stoffzwillinge!

 

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BERNINA Präsentation

BERNINA Präsentation

 

BERNINA - Vorstellung der Maschinen

BERNINA – Vorstellung der Maschine

 

BERNINA 580 bei der Arbeit

BERNINA 580 bei der Arbeit

 

Stoffauswahl der Nähszene

Stoffauswahl der Nähszene

 

Seide von der Nähszene

Seide von der Nähszene

 

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BERNINA 580 - fast fertig mit der Arbeit!

BERNINA 580 – fast fertig mit der Arbeit!

(Photos: mehrheitlich Philip Bechtle; ergänzend: Carsten Blind)

(Aside: Mehr Berninas bei der Arbeit findet Ihr auf dem BERNINA-blog.)

Wie Ihr seht: Ein sehr schöner, sehr besonderer Abend.

Wer bei einer Wiederholung dabei sein möchte, schreibt mir bitte eine email an: dressmakersball@gmail.com.

Und nun dürft Ihr gerne Eure Balleindrücke hier verlinken. Ich bin gespannt auf Eure Reaktionen!

Die guten Feen – oder: Darf ich vorstellen? Die Ballsponsoren!

Als ich Sohnemann vor einer Woche abends erzählte, dass er von Samstag auf Sonntag bei Freunden übernachten würde, weil Papa und ich auf einen Ball gingen, sagte das märchenverbildetet Kind sogleich: “Aber dann brauchst Du ein Kleid!”

Richtig. Ein Kleid!

“Kleider aus goldenem und silbernem Stoff und reich verziert mit Edelsteinen; dazu noch ein Paar gläserner Pantoffeln, die hübschesten von der ganzen Welt.”

Das Kleid existierte bis zu diesem Zeitpunkt nur in meinem Kopf. (Passende Schuhe hab ich noch immer nicht.) Eine Fee als Patentante wäre da schon sehr nützlich gewesen. Aber leider kann meine Patentante nicht zaubern (oder, Martina?) und so blieb mir nichts übrig, als mich am vergangenen Sonntag endlich daran zu machen, mein Kleid für den Dressmakers’ Ball zu drapieren und zu nähen. (Ja, ja. Mittlerweile ist es fast fertig! KEINE PANIK!)

Zum Glück greifen einem auch heute noch ganz real gute Feen unter die Arme bei großen Vorhaben. Man muß sie nur erkennen können. Sie kommen nämlich häufig in Gestalt von Sponsoren daher.

Die guten Feen des Dressmakers’ Balls sind   BERNINA – jawohl, BERNINA – und TURM Stoffe ! Ich freue mich sehr über diese Unterstützung! Herzlichen Dank!

 

berninavintage

Bernina ist für mich so was wie der Mercedes unter den Nähmaschinen: Qualität, Wertarbeit, Präzision, Innovation. Serious investment pieces. Nachhaltige Wertanlage. Dementsprechend geschmeichelt fühl ich mich, dass ich offensichtlich für meine spinnerte Idee begeistern konnte.

Quilten und Sticken fallen nicht  in mein Behuf, denke ich immer, bis mir  SO was Grandioses über den Weg läuft. Dann will ich doch eine Nähmaschine, die das auch kann!

bernina580

Schätzchen wie diese gibt’s am Samstagabend zu sehen und auszuprobieren. Da bin ich schon sehr gespannt drauf. Fachsimpelei am lebenden Objekt, quasi. Nicht, dass ich eine neue Nähmaschine bräuchte … Schaaatz?

 

Nähszene Iserlohn

Wer mich schon eine Weile liest, weiß: TURM Stoffe ist mein bevorzugter Stoffhändler vor Ort. Auch wenn ich eigentlich nur Knöpfe brauche, schleiche ich schlußendlich um die herrlichen Seidenstoffe oder muß diesen fuchsiafarbenen Alpaca noch mal streicheln. Will sagen: feine Stoffe zuhauf. Siehe hier.

D&G

Wer nicht mal eben in der Mittagspause vorbeilaufen kann, der darf am Samstagabend probestreicheln. Da freu ich mich für Euch.

So, jetzt nur noch schnell die gläsernen Pantoffeln finden, ganz viele Blumen einkaufen und dann frisch gestyled die Gäste empfangen. Kann ja nicht so schwer sein, right? Wieso dann doch Lampenfieber?